Die Neuauflage des Opel Manta als Elektrofahrzeug lässt weiter auf sich warten: Das Projekt existiert zwar und wurde in der Vergangenheit mehrmals ins Gespräch gebracht, aber Opels aktuelle Führungsmannschaft hat andere Schwerpunkte gesetzt. Statt eines elektrischen Manta steht für den Hersteller nun die Modernisierung des Corsa und verschiedener SUV-Modelle im Vordergrund – Modelle, die auf dem Markt schlicht mehr Gewicht haben. Interessanterweise war der E-Manta ursprünglich Teil einer großen Zukunftsstrategie, sollte jedoch vor allem als emotionaler Impuls dienen; nun zeigt das Vorgehen aber, wie hart betriebswirtschaftliche Entscheidungen – gerade beim Umbruch zur Elektromobilität – selbst Träume auf Eis legen können. In den letzten Tagen berichteten mehrere deutsche Medien intensiv über Opels Konzernstrategie, neue Elektroplattformen und die Herausforderungen auf dem europäischen Automarkt, insbesondere unter dem Eindruck von Konkurrenz aus China sowie verschärften regulatorischen Vorgaben. Die Debatte kreist dabei auch um die Frage, was „Tradition“ in einer Zeit bedeutet, in der Automodelle in immer schnelleren Zyklen ausgetauscht werden, während alte Marken-Mythen wie der Manta nur als Showcars herhalten dürfen oder vorerst keine Serienreife erlangen.