Am Donnerstag veröffentlichte das Statistische Bundesamt (Destatis) neue Zahlen zum Flugverkehr der großen deutschen Airports: Im Jahr 2025 flogen oder landeten rund 207,2 Millionen Menschen an den Hauptverkehrsflughäfen. Das sind 3,9 Prozent mehr als noch 2024 und die Erholung der Branche setzt sich damit fort. Trotzdem – so mutig dies auch klingt – die goldenen Zahlen von 2019 sind noch nicht wieder erreicht, damals reisten fast 227 Millionen Menschen über deutsche Flughäfen. Dominierend bleibt ein Trend: Weniger Leute steigen für Inlandsflüge ins Flugzeug, viele wählen andere Verkehrsmittel wie Bahn oder Auto – ganz anders sieht es beim internationalen Flugverkehr aus. Dort kletterten die Passagierzahlen gegenüber dem Vorjahr erneut und erreichten mit 195,3 Millionen Fluggästen fast wieder das alte Niveau. Die Inlandsflugzahlen hingegen stagnieren praktisch – mit nur 11,9 Millionen Menschen und einem marginalen Zuwachs von 0,3 Prozent. Interessant: Im Vergleich mit 2019 ist das sogar ein Absturz um beinahe die Hälfte. Beim weltweiten Frachtgeschäft läuft es allerdings rund: Die deutschen Flughäfen bewegten 2025 rund 4,75 Millionen Tonnen Fracht, ein Rekordwert, der sowohl das Vorjahr als auch 2019 leicht übertrifft. Fazit vielleicht: Wer als Vielflieger seine Heimat verlässt, steht in einer langen Reihe – auf innerdeutschen Routen hingegen ist... na ja, irgendwie viel Luft nach oben.
Die Erholung des Flugverkehrs in Deutschland zeigt auch 2025 weiterhin Aufwärtstendenzen, bleibt jedoch gerade bei Inlandsverbindungen stark hinter dem Vor-Krisenniveau zurück. Insbesondere der internationale Luftverkehr nähert sich dem Stand von 2019, was auf eine wachsende Reiselust und die Wiederbelebung des globalen Tourismus nach der Pandemie hindeutet – die Hauptgründe dafür sind weniger Reisebeschränkungen, eine stärkere Nachfrage nach Privatreisen sowie wirtschaftliche Impulse. Die Luftfrachtbranche in Deutschland profitiert indes sogar von einer leichten Steigerung über das Vorkrisen-Niveau: Dafür sorgt wohl die anhaltende Bedeutung des Warenhandels, auch in Zeiten von Lieferkettenproblemen und geopolitischen Unsicherheiten.