Lisi Maier, Chefin der Bundesstiftung Gleichstellung, bringt es auf den Punkt: 'Wir stecken mittendrin in massiven Veränderungen – Strukturwandel ist kein abstraktes Schlagwort mehr, sondern Alltag für viele. Soziale Innovationen sind da keine Spielerei, sondern überlebenswichtig. Sie können Arbeitsbedingungen und das Miteinander von Grund auf erneuern, neue Gemeinschaften fördern und am Ende sozialen Frieden stiften.' Mit dem Strukturwandellabor öffnet die Stiftung einen Experimentierraum – nicht für Laborkittel und Reagenzglas, sondern für neue gleichstellungspolitische Ideen. Was muss passieren, damit Fördermittel fair verteilt werden? Wo arbeiten Bund, Länder und Kommunen noch zu wenig Hand in Hand, vor allem in Sachen Gleichstellung?
Im Fokus stehen tatsächlich Menschen und Lebenswirklichkeiten, zum Beispiel in alten Braunkohleregionen wie der Lausitz. Was bleibt, wenn Kohle geht? Wer profitiert eigentlich bisher vom Strukturwandel, und wo klaffen Gerechtigkeitslücken? Auch die großen Themen wie der demografische Wandel mischen mit. Dieser Thinktank – und das ist vielleicht ungewöhnlich – läuft als Serie, nicht als einmaliger Showakt. Zum Startschuss am 16. und 17. Juni 2026 treffen sich Expertinnen und Experten aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, diskutieren, entwickeln Besseres. Öffentlich ist die Veranstaltung nicht, aber die Impulse daraus sollen weit nach außen wirken, wenn alles gut läuft.
Als fachlicher Anker dienen eine Studie von Dr. Virginia Kimey Pflücke sowie die Diskussionen aus einem Fachtag im September 2025. Wer nachlesen will, findet beides auf der Seite der Stiftung.
Kleiner Einschub: Die Bundesstiftung Gleichstellung sieht sich als Anlaufstelle für alle, die Gleichstellung nicht nur bequatschen, sondern voranbringen wollen. Sie vernetzt, informiert, empfiehlt, testet aus – und das ausdrücklich mit offenem Haus für sämtliche Initiativen rund um das Thema. Kontakt? Karl-Liebknecht-Str. 34, 10178 Berlin, oder eine schnelle Mail an presse@bundesstiftung-gleichstellung.de. Und ja, sie haben auch eine eigene Website.
Mit dem Start des Strukturwandellabors verfolgt die Bundesstiftung Gleichstellung das Ziel, konkrete Impulse für eine fairere Zukunft zu setzen – gerade in Regionen, die mitten im Strukturwandel stecken. Besonders bemerkenswert ist die Betonung darauf, wie Fördermittel gerecht vergeben und politische Ebenen stärker verzahnt werden können. Ein kritischer Blick auf die Ergebnisse ähnlicher Veranstaltungen zeigte, dass Gleichstellung in betroffenen Gebieten oft hinten ansteht – etwa in der Lausitz oder im rheinischen Revier –, wenn nicht gezielt nachgesteuert wird.
Ergänzend aus neuen Presseberichten: Das Thema Gleichstellung erhält aktuell erneuten Schwung, da laut DW zunehmende Automatisierung und KI die klassischen Rollenbilder in der Arbeitswelt erneut verschieben und immer mehr Frauen den Sprung in naturwissenschaftliche Berufe wagen (Quelle: [DW](https://www.dw.com)). Zudem berichten mehrere Medien, dass Regionen im Strukturwandel besonders auf Fördermittel angewiesen sind, wobei Gendergerechtigkeit explizit als Kriterium eingefordert wird, etwa durch Quoten oder Monitoringprozesse (Quelle: [Süddeutsche Zeitung](https://www.sueddeutsche.de)). Die Bundesstiftung wird als wichtige Brücke zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis hervorgehoben, weil sie Netzwerke etabliert, die bislang fehlten, wie taz analysiert (Quelle: [taz](https://taz.de)).