Petition gegen Windkraft nahe Maria Vesperbild: CSU zeigt sich offen für Bedenken

Dr. Michael Menzinger, Wallfahrtsdirektor von Maria Vesperbild, hat heute die Stimmen der Kirchenverwaltung im Landtag von Bayern erhoben. Mit Hilfe einer Petition möchte er die aktuellen Pläne zu Windenergieanlagen in der Nähe des bekannten Wallfahrtsortes ausbremsen. Die CSU-Fraktion hat versprochen, das Anliegen konstruktiv zu begleiten – und will sowohl Schutz von Kulturgütern als auch nachhaltige Energiepolitik in Einklang bringen.

heute 17:36 Uhr | 1 mal gelesen

Robert Brannekämper, bekannt als wissenschaftspolitischer Sprecher der CSU im Landtag und Vorsitzender des Landesdenkmalrats, nahm in einer etwas nachdenklich formulierten Stellungnahme Bezug auf den Wert des Pilgerortes: "Es geht darum, den Blick auf Maria Vesperbild zu erhalten und zu verhindern, dass Windräder das landschaftliche Gesamtbild stören. Dafür plädieren wir, den schützenden Radius um Maria Vesperbild von drei auf zehn Kilometer zu erweitern. Die zahlreichen Pilgerreisen dorthin gründen auf einer tiefen Religiosität und Nähe zur Tradition. Wir sehen es als unsere Verantwortung, diesen bedeutenden Ort auch zukünftig zu bewahren." Jenny Schack, Abgeordnete für den örtlichen Stimmkreis, sieht nicht bloß die Kirche, sondern die gesamte Region betroffen: "Maria Vesperbild ist mittlerweile ein Symbol, das über die Religion hinaus reicht. Es geht um einen Ort der Ruhe und Orientierung, der durch geplante Windenergieflächen in seiner würdevollen Atmosphäre gefährdet wird. Wir möchten deshalb die geplante Änderung des Regionalplans in ihrer aktuellen Version nicht durchgehen lassen." Die CSU-Fraktionssprecher stehen für Fragen zur Verfügung: Sebastian Kraft (sebastian.kraft@csu-landtag.de), Michaela Lochner (michaela.lochner@csu-landtag.de), Tobias Klahr (tobias.klahr@csu-landtag.de).

Die Debatte um Windenergie in Bayern bringt erneut Spannungen zwischen dem Wunsch nach umweltfreundlicher Stromgewinnung und dem Schutz historischer Orte zutage. Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag hat sich zum Ziel gesetzt, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Energieausbau und dem Erhalt kultureller Identität herzustellen. Inzwischen mehren sich die Stimmen – nicht nur von Wallfahrtsdirektor Menzinger –, dass besonders markante Stätten wie Maria Vesperbild keinesfalls leichtfertig durch Windkraftanlagen beeinträchtigt werden sollten. Aktuell findet in ganz Bayern eine intensive Diskussion rund um neue Flächen für Windenergie statt; vielerorts gerät dabei der Naturschutz in Konflikt mit dem notwendigen Klimaschutz. Laut aktuellen Medienberichten fordert eine breite Allianz von Bürgerinitiativen mehr Mitsprache und eine bessere Verknüpfung von Energiewende und Landschaftsschutz. Die CSU möchte diese Balance aktiv gestalten und sieht in Maria Vesperbild einen Prüfstein für gelungene Kompromisse.

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