Im Zentrum steht ein Foto, das Martin Reichardt und andere AfD-Leute aus Sachsen-Anhalt in eine kompromittierende Pose zeigt, wobei umstritten ist, ob die abgebildete Geste ein Hitlergruß oder doch – wie von Reichardt behauptet – lediglich ein Scherz, ein symbolischer „Ritterschlag“, gewesen sein soll. Der Vorgang hat über die AfD hinaus Wellen geschlagen, etwa bis ins Büro des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (CDU), der unmissverständlich für Konsequenzen plädiert und eine klare Abgrenzung von rechtsextremen Symbolen fordert. Inzwischen ist auch verstärkt über den Umgang der AfD mit solchen Vorfällen und die Konsequenzen für das politische Klima in Deutschland diskutiert worden. Im Zuge aktueller Recherchen zeigte sich, dass die Diskussion unter deutschen Parteien stark polarisiert: Befürworter der AfD sprechen von einer Kampagne, während Kritiker insbesondere vor der Landtagswahl eine deutliche Distanzierung von rechtsextremer Symbolik fordern. Medien thematisieren verstärkt nicht nur die offiziell gezeigte Geste, sondern auch das zunehmend raue Klima zwischen CDU und AfD auf Landesebene, das durch die Vorfälle weiter angeheizt wird. Zudem tauchen erneut Fragen nach der innerparteilichen Reaktionsbereitschaft der AfD bei vergleichbaren Vorwürfen auf, insbesondere angesichts der baldigen Wahlen in Sachsen-Anhalt, wo die AfD in Umfragen vorn liegt.