Erstaunlich, wie sich Spielzeuge immer wieder neu erfinden – Playmobil war ja nie einfach nur ein Sammelobjekt, sondern schon immer ein Tor zu Abenteuern. Nach allerhand Neuausrichtungen der letzten Jahre bringt Playmobil jetzt mit 'hi!' eine frische Idee hervor: Kinder bekommen noch mehr Freiheit, ihre eigenen Welten zu erschaffen, sich zu verlieren, mal Held zu sein, mal Bösewicht, oder irgendwas dazwischen. Interessant finde ich besonders, dass Playmobil hier auf Audio und haptische Technologien statt auf Bildschirme setzt. Die Figuren tauchen in kontaktlose Klang- und Geschichtenwelten ab, offline, per kleinen Rucksack am Rücken, ganz ohne WLAN.
Vier unterschiedliche Modi – von klassischen Abenteuern, kreativen Impulsen, kurzen Hörspielen bis hin zu Rätsel-Spielen – sorgen dafür, dass sich kein Spiel wie das andere anfühlt. Sogar die Geräusch- und Sprachkulisse ist jedes Mal anders, weil das System immer neue Kombinationen ausspuckt. Es gibt nur noch wenig, was so retro wie moderne Kindheit wirkt: Hochwertiges Audio, keine Ablenkung durch Bildschirme, und trotzdem ein Gefühl von Hightech. Dass man selbst wählen kann, welche Sprache und welche Hauptfigur durch die Abenteuer führt, finde ich übrigens ziemlich clever. Zum Start kommen die üblichen Verdächtigen – Piraten, Polizei, Bauernhof und Zoo – aber es wird noch mehr geben. Ab September 2026, zunächst in den deutschsprachigen Ländern, dann nach und nach weltweit.
Ich gestehe, ich bin ein bisschen neidisch auf die heutige Spielwelt. Ob der Nachwuchs das auch schätzt? Vermutlich. Denn wer wollte nicht schon mal ganz ins eigene Hörspiel eintauchen, ganz ohne Kommando von außen?
Playmobil wagt mit Playmobil hi! eine neue Ära – weg von klassischen Spielfiguren hin zum audio-interaktiven Rollenspiel, das auf Bildschirmfreiheit und Fantasie setzt. Das Herzstück ist ein kleiner Rucksack (Backpack) mit Speicher, Lautsprecher und NFC, der durch Interaktionen mit physischen Stickern in der Umgebung Audioszenen triggert. Die vier flexiblen Spielmodi fördern längeres, abwechslungsreiches und kreatives Spiel, wobei über 500 Audioelemente in drei Sprachen zu Verfügung stehen. Gerade der Fokus auf Offline-Spielweisen – vor allem in einer Zeit, in der Smartphones und Tablets das Kinderzimmer erobern – ist eine spannende Gegenbewegung zum digitalen Dauerfeuer. Nach wie vor steht dabei das Prinzip im Mittelpunkt: Kinder entscheiden, wie ihre Geschichte weitergeht, und begegnen jeder Spielsitzung neuen Impulsen; das System merkt sich bewusst keine festen Abläufe. Experten begrüßen die Entwicklung, weil sie kreatives Lernen sowie imaginäres Denken fördert und dennoch von Technik profitiert – ohne Kinder an Bildschirme zu fesseln. Am Rande der Spielwarenmesse diskutieren Hersteller wie Eltern, wie sich innovative Spielformen künftig mit ethisch sinnvollem Technikeinsatz verbinden lassen. International wurden solche hybriden Systeme als Trend erkannt, wobei Playmobil einmal mehr eine Vorreiterrolle einnimmt.