Reddig: Rentenreform darf nicht länger verschleppt werden

CDU-Politiker Pascal Reddig drängt die Regierung, noch vor der Sommerpause Klarheit über das weitere Vorgehen bei der Rentenreform zu schaffen.

heute 11:39 Uhr | 3 mal gelesen

Pascal Reddig, der CDU-Mann aus der Rentenkommission, machte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland klar, dass der Zeitdruck hoch ist. 'Wir hätten diese Reform bereits vor einem Jahrzehnt – oder noch früher – anpacken sollen. Jetzt ist wirklich keine Minute mehr zu verlieren.' Seiner Ansicht nach sollte das Kabinett innerhalb der nächsten zwei Wochen verbindlich festlegen, wann und wie die Rentenreform kommt. Über den Sommer müssten dann die Entwürfe entstehen, damit im Herbst eine Diskussion im Bundestag möglich wird. Mit etwas Optimismus könnte man die Reform noch dieses Jahr unter Dach und Fach bringen, glaubt er – sofern die Politik tatsächlich entschlossen handelt. Was Reddig besonders betont: Die Reform müsse als Gesamtpaket geschnürt werden. Einzelne Maßnahmen separat zu verabschieden, hält er für keine gute Idee – es gehe um die Logik des Systems, die erhalten bleiben müsse. Am Mittwoch treffen sich dazu die Spitzen von Union und SPD. Während die Union aufs Gas tritt, mahnt die SPD eher zu Vorsicht. Ob am Ende eine große Lösung oder doch viele kleine Gesetze herauskommen, ist noch offen. Uneinigkeit gibt es vor allem bei einzelnen Details und Empfehlungen aus der Rentenkommission.

Die Diskussion um die Rentenreform nimmt Fahrt auf: Pascal Reddig fordert einen klaren Zeitplan und mahnt, das Reformvorhaben nicht länger aufzuschieben. Die Reform gilt als dringend, weil das demografische Ungleichgewicht die Stabilität der Rentenkasse bedroht. Zugleich bestehen innerhalb der Regierungskoalition unterschiedliche Meinungen über Tempo und Umfang, wobei die einen ein ganzheitliches Paket bevorzugen und die anderen lieber in kleineren Schritten vorgehen würden. Laut aktueller Berichterstattung beschäftigt sich der Koalitionsausschuss der Bundesregierung aktuell intensiv mit der Frage, wie man das Rentensystem zukunftssicher machen kann. Die Rentenreform steht wegen des Anstiegs älterer Menschen besonders unter Zugzwang – das zeigen auch Analysen in der 'Süddeutschen Zeitung' und der 'FAZ'. Experten plädieren für einen radikalen Umbau: Neben der Stabilisierung des Rentenniveaus werden auch Zuwanderung, betriebliche Altersvorsorge und flexiblere Übergänge ins Rentenalter diskutiert.
Jüngste Nachrichtenquellen machen deutlich, wie schwer die Einigung fällt: Die Union mahnt Tempo und einen straffen Fahrplan an, während SPD und Grüne bremsen und vor sozialpolitischen Schnellschüssen warnen.

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