Porsche plant Verlagerung der Cayenne-Produktion nach Leipzig – Lohnfragen als Zankapfel

Der Sportwagenbauer Porsche erwägt, die gesamte Herstellung seines SUV-Modells Cayenne – samt aller Antriebsvarianten – vom slowakischen Werk in Bratislava nach Leipzig zu verlegen. Doch die Lohnkonditionen könnten dabei zum Stolperstein werden.

heute 11:41 Uhr | 4 mal gelesen

Wie aus Kreisen der Belegschaft zu hören ist, steht im Raum, dass Porsche die Produktion des Cayenne künftig ausschließlich in Leipzig bündeln will. Hintergrund ist vor allem die aktuell mangelnde Auslastung des sächsischen Werks – ein Problem, das laut mehreren Insiderstimmen auch andere Standorte plagt. Doch der Schritt hat einen Haken: In der Slowakei verdienen die Beschäftigten erheblich weniger als ihre deutschen Kolleginnen und Kollegen. Damit ein Umzug nach Leipzig überhaupt wirtschaftlich funktioniert, müsste die Belegschaft dort Gehaltseinbußen akzeptieren – ein heikles Unterfangen. Offiziell schweigt Porsche zu den Gerüchten und verweist auf vertrauliche Gespräche mit dem Betriebsrat – auch dieser stellt klar, dass viele Details noch offen sind. Arbeitsplätze hängen davon ab, wie diese Diskussionen verlaufen; doch schon jetzt ist sicher: Das Werk Leipzig steht vor einer Belastungsprobe. Während neue Modelle Zeit brauchen, um die Produktionsstraßen zu beleben, plant das Management bereits Personalabbau über Aufhebungsverträge und ein Umsetzungsprogramm nach Wolfsburg – insgesamt sind Hunderte Beschäftigte betroffen. Im Hintergrund umrissen: Porsche steht generell vor einem Umbau, will Modellvielfalt reduzieren und Synergien mit Konzernmutter VW stärker nutzen. Aber vor allem geht es wohl auch um weitere Einschnitte bei den Mitarbeitern in deutschen Werken – Details dazu will der Porsche-Chef erst im Herbst vorstellen. So richtig vorhersagen lässt sich die Richtung nicht. Das Ganze wirkt wie ein Balanceakt: Standort Europa, globale Konkurrenz, Kostendruck, und irgendwo mittendrin die Hoffnung, dass ein traditionsreicher Autohersteller nicht zum bloßen Zahlenschubser verkommt.

Porsche diskutiert derzeit, die Produktion seines beliebten Cayenne-Modells nach Leipzig zu holen, um die Kapazitäten im deutschen Werk besser auszulasten. Allerdings stößt dieser Plan auf Widerstand, vor allem wegen des deutlichen Lohnunterschieds zwischen den bisherigen slowakischen und den sächsischen Beschäftigten; eine Einigung steht aus. Das Vorhaben steht im Kontext einer generellen Neuausrichtung des Unternehmens, inklusive Jobabbau und verstärkter Zusammenarbeit mit Volkswagen – in den kommenden Wochen werden entscheidende Weichen gestellt. Aktuelle Recherchen zeigen: In der deutschen Automobillandschaft herrscht allgemein Unsicherheit, weil gerade E-Mobilität, Lieferkettenprobleme und der Umbau hin zu nachhaltigen Technologien viele Hersteller unter Druck setzen. Laut 'Handelsblatt' und 'Manager Magazin' setzen BMW und Mercedes vermehrt auf eine Reduzierung von Modellvielfalt, während VW massive Investitionen in Elektromobilität stemmt – Maßnahmen, die auch Arbeitsplätze gefährden oder verschieben können. Medien wie die Süddeutsche Zeitung und die Zeit berichten von wachsendem Frust auf Arbeitnehmerseite über drohende Einschnitte und Standortdebatten, nicht nur bei Porsche, sondern branchenweit, besonders im Osten Deutschlands.

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