Israel und Libanon einigen sich auf historischen Rahmenvertrag

Nach jahrzehntelanger Feindschaft haben Israel und Libanon in Washington ein Abkommen ausgehandelt, das Hoffnung auf dauerhaften Frieden macht.

heute 12:19 Uhr | 2 mal gelesen

Was für viele unvorstellbar schien, ist nun tatsächlich Realität: Unter starker Vermittlung der USA wurde in Washington ein Rahmenabkommen zwischen Israel und Libanon geschlossen. Wochenlang hatten hochrangige Delegierte aus beiden Ländern – oft hinter verschlossenen Türen – über Wege hin zu einer friedlichen Koexistenz gerungen. Kern des Deals: Die libanesische Armee soll in naher Zukunft wieder für die staatliche Kontrolle über das ganze libanesische Territorium sorgen. Teil dieses ambitionierten Vorhabens ist die Entwaffnung der Hisbollah, jener schlagkräftigen paramilitärischen Gruppierung, die bislang den Süden des Landes dominiert. Doch Israel bleibt vorsichtig und will seine Truppen zunächst weiter im Südlibanon halten – mindestens so lange, bis die Entwaffnung tatsächlich vollzogen wurde. Kaum war das Papier unterschrieben, kam es im Libanon allerdings zu teils heftigen Protesten, allen voran von Seiten der Hisbollah-Anhänger. Sogar im sonst ruhigen Beirut loderten hier und da Feuerzeichen des Unmuts. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul schaltete sich umgehend ein und lobte das Abkommen: Es gebe Hoffnung, schrieb er, und könnte einen jahrzehntealten Albtraum beenden. Besonders die Rolle der USA, die – neben dem US-Senator Marco Rubio – als Türöffner dienten, hob er hervor und betonte gleichzeitig, wie sehr es jetzt auf die praktische Umsetzung ankomme. Nach Ansicht von Wadephul steht und fällt der gesamte Prozess damit, ob der Libanon die Kontrolle über seine bewaffneten Gruppen übernimmt und Israel zugleich ausreichend geschützt bleibt. Sein Appell, der sich direkt vor allem an die Hisbollah richtete: Jetzt sei die Zeit für verantwortungsvolles Handeln.

Das Rahmenabkommen zwischen Israel und Libanon stellt einen beispiellosen Versuch dar, einen der am längsten andauernden Konflikte im Nahen Osten zu lösen. Ein zentrales Element ist die Forderung nach einer Entwaffnung der Hisbollah und nach souveräner libanesischer Kontrolle über das eigene Territorium – ein Schritt, der sowohl im Libanon als auch in Israel für massive Diskussionen sorgt. Internationale Stimmen – neben Deutschland auch aus den USA und Frankreich – fordern jetzt, keine Zeit zu verlieren und die Umsetzung mutig, aber realistisch anzugehen. Einige Experten sehen das Abkommen als Chance, die regionale Dynamik zu verändern, verweisen aber auch auf das Risiko, dass radikale Milizen und politische Gegner den Prozess ausbremsen könnten. Laut aktuellen Presseberichten wird deutlich, dass besonders die schwierigen innenpolitischen Verhältnisse im Libanon die kommenden Monate entscheidend prägen werden.

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