Rentenpaket auf der Kippe: Arbeitgeber machen Druck gegen Regierungspläne

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) spricht sich vehement gegen das geplante Rentenpaket der Großen Koalition aus und fordert eine grundlegende Neuausrichtung – ein hitziges Thema, das nicht nur auf politischer Ebene Wellen schlägt.

14.10.25 12:31 Uhr | 306 mal gelesen

Klingt dramatisch, aber BDA-Präsident Reiner Dulger lässt wenig Zweifel: Das Rentenpaket sei – seinen Worten nach – das „teuerste Sozialgesetz dieses Jahrhunderts“. In der „Bild“-Zeitung kritisiert er am Mittwoch knallhart, das Vorhaben schiebe die Kosten weiter ins Unermessliche, benachteilige die junge Generation und stehe sogar im Widerspruch zum eigenen Koalitionsvertrag. Ihn ärgert das Versprechen der Generationengerechtigkeit – denn von fairer Balance hält Dulger in „diesem Zustand“ offenbar wenig. Interessant auch: Dulger reagiert mit seinen Aussagen direkt auf den Vorstoß der Jungen Gruppe in der CDU/CSU, die das Paket in dieser Form strikt ablehnt. Sollte es tatsächlich so kommen, gäbe es keine Mehrheit mehr im Bundestag für die Pläne – trotz Koalition. Was also tun? Dulger fordert Mut und Ehrlichkeit, echte Reformen und eine Lastenverteilung, die jungen und älteren Generationen gleichermaßen gerecht wird. Sein Fazit: Nur mit diesen Änderungen bleibe das Rentensystem glaubwürdig und zukunftsfähig. Trotzdem – eine richtig knackige Lösung hat aktuell wohl niemand parat. Man spürt jedenfalls, wie sehr die Fronten verhärtet sind.

Die Arbeitgeberverbände lehnen das geplante Rentenpaket ab und warnen vor erheblichen Mehrkosten sowie einer unfairen Benachteiligung jüngerer Menschen. BDA-Präsident Dulger fordert stattdessen einen echten Reformkurs, der die Rentenhöhen und Belastungen gerechter verteilt und wirtschaftliche Nachhaltigkeit wahrt. In aktuellen Debatten schlagen Gewerkschaften und Sozialverbände hingegen oft Alarm, dass drohende Einschnitte bei der Rente das Risiko von Altersarmut erhöhen könnten – so fordern sie tragfähige Kompromisse, etwa durch ergänzende Finanzierungsmaßnahmen etwa mittels steuerlicher Zuschüsse oder einer verlängerten Lebensarbeitszeit. Darüber hinaus betonen viele Wirtschaftsexperten inzwischen, dass die demografische Entwicklung und steigende Lebenserwartung langfristig das Rentensystem grundsätzlich herausfordern und zukunftsorientierte, flexible Modelle dringend nötig sind.

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