Brantner fordert solidarisches Generationsbündnis

Franziska Brantner von den Grünen setzt sich dafür ein, dass gesellschaftliche wie militärische Aufgaben nicht nur auf die Jugend abgewälzt werden – stattdessen sollen Menschen aller Altersgruppen Verantwortung übernehmen.

heute 10:33 Uhr | 16 mal gelesen

Mit deutlichen Worten beim Grünen-Parteitag in Hannover mahnte Franziska Brantner gegenüber Phoenix an, dass ein moderner Wehrdienst auf Freiwilligkeit beruhen müsse. Der Gedanke: Junge Leute füllen zwar den Musterungsbogen aus, aber die Belastung darf nicht einseitig auf ihren Schultern lasten. Brantner betonte zudem, dass ältere Jahrgänge keineswegs außen vor bleiben sollten, sondern sich ebenfalls – ob im Katastrophenschutz oder an anderen wichtigen gesellschaftlichen Fronten – einbringen können. 'Es gibt schließlich nicht nur die Jungen in diesem Land, auch Ältere sollten freiwillig helfen dürfen, unsere gemeinsame Widerstandsfähigkeit zu stärken', erklärte sie. Die Idee eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres stehe weiterhin zur Debatte. Drumherum – und das fiel Brantner besonders ein – müsse der Austausch quer durch die Gesellschaft geführt werden, nicht über die Köpfe der Jungen hinweg. Die Grünen planen, dafür eine Enquete-Kommission im Bundestag anzustoßen, die das Thema generationenübergreifend beleuchten soll. Brantner erinnerte auch daran, wie viel junge Menschen schon während der Pandemie und der Energiekrise gestemmt hätten und dass Lasten wie Sondervermögen oder Renten nicht ausschließlich ihre Zukunft belasten sollten. Für sie steht fest: Nötig ist ein neuer Generationenvertrag, bei dem alle – ob jung oder alt – Verantwortung übernehmen.

Franziska Brantner plädiert für einen umfassenden Generationsvertrag, bei dem sich Menschen jeden Alters an gesellschaftlichen und sicherheitspolitischen Aufgaben beteiligen. Die Grünen setzen sich dabei für einen freiwilligen Wehrdienst ein und fordern eine breite gesellschaftliche Diskussion, um nicht nur die Last der Jugend aufzubürden. Ein Gesellschaftsjahr soll nach Vorschlag einer Enquete-Kommission generationenübergreifend debattiert werden, um gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft zu stemmen. Weitere Recherchen zeigen, dass das Thema Generationengerechtigkeit auch in aktuellen Diskussionen rund um die geplante Wiedereinführung der Wehrpflicht und soziale Dienste ein zentrales Motiv bildet. Laut einem Artikel auf Zeit Online wurde die Wehrpflichtdebatte zuletzt durch Verteidigungsminister Pistorius wiederbelebt, jedoch sei unklar, welche Modelle am Ende umgesetzt werden und wie der gesellschaftliche Konsens dafür gewonnen werden kann. (Quelle: ZEIT) Auf Spiegel Online wird ergänzend diskutiert, wie ältere Engagierte insbesondere im Katastrophenschutz und Ehrenamt maßgeblich zur Stärkung gesellschaftlicher Resilienz beitragen können – mit dem Hinweis, dass Initiativen zur Förderung solchen Engagements oft noch an bürokratischen Hürden scheitern. (Quelle: Spiegel) Und auf taz.de wird kritisch hinterfragt, inwiefern ein solcher Gesellschaftsvertrag ohne verbindliche Maßnahmen tatsächlich zu einer gerechteren Lastenverteilung führen kann, oder ob junge Menschen am Ende doch wieder überproportional gefordert werden. (Quelle: taz)

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