Eigentlich hätte wohl niemand in einem kleinen Ort wie Donnersbachwald eine technische Pionierleistung für den alpinen Raum vermutet. Und doch: Die Riesneralm-Berbbahnen setzten sich in Thessaloniki selbstbewusst zwischen Expertinnen für Wasserkraft, Ingenieure und Touristiker:innen – und präsentierten ein Beschneiungs-E-Werk, das aufhorchen lässt. Hier wird nicht nur Schnee produziert, sondern dabei gleich Ökostrom erzeugt und clever wiederverwertet. Das ist nicht unbedingt Mainstream, sondern verlangt echten Mut zur Innovation, besonders dort, wo Natur und Tourismus oft gegeneinander ausgespielt werden. Geschäftsführer Erwin Petz wirkt dabei fast ein wenig stolz, wenn er erzählt, wie sehr die Einladung nach Griechenland seine Mannschaft motiviert: „Auf so einer Bühne zu stehen – das ist Bestätigung und Herausforderung in einem.“
Die HYDRO-Konferenz, ein jährliches Stelldichein der internationalen Wasserkraft- und Umwelttechnik-Szene, bot die Plattform, um die Besonderheiten der Riesneralm zu zeigen: Nachhaltigkeit, Technik und Wintertourismus sind für viele immer noch ein Gegensatzpaar. Doch die Präsentation wollte das Gegenteil beweisen: Technik muss nicht zum Problem werden, wenn sie klug und grün gedacht wird. Mit dem GREEN MOUNTAIN AWARD und kräftigem Schulterklopfen zurück in Österreich war klar: Echte Pionierarbeit wird gesehen – selbst im Schatten der hohen Berge.
Wäre das alles nur leeres Gerede, läge die steirische Riesneralm wohl nicht unter den Gewinnern des renommierten Skiareatests. Aber hier wurde eine Philosophie gelebt, kein Marketing. Ein bisschen Stolz ist also durchaus erlaubt, auch wenn die ganz großen Fragen zum Spagat zwischen Natur und Tourismus vermutlich immer offen bleiben. Aber vielleicht, und das hat man in Thessaloniki gemerkt, inspirieren solche Beispiele zu mehr grünem Wagemut – in Österreich, im Alpenraum und darüber hinaus.
Die Riesneralm in Donnersbachwald, Steiermark, wurde mit ihrem fortschrittlichen Beschneiungs-E-Werk auf der HYDRO 2025-Konferenz in Thessaloniki international präsentiert und mit dem 'GREEN MOUNTAIN AWARD' ausgezeichnet. Das System erlaubt umweltfreundliche Energieerzeugung, indem Wasserkraft zugleich Schneekanonen betreibt und als Stromquelle genutzt wird. Aktuelle Recherchen belegen, dass nachhaltige Skigebiete europaweit im Fokus stehen; in Deutschland etwa diskutieren Medien wie die 'Süddeutsche Zeitung' und 'Die Zeit' intensiv über neue Wege im Zusammenspiel zwischen Tourismus und Ökologie. Spannend ist, dass die Kombination technischer Neuerungen und naturschonender Ansätze zunehmend als Schlüssel für die Zukunft des Wintersports gesehen wird. Auch andere Skigebiete wie das österreichische Pitztal oder Verbier in der Schweiz setzen vermehrt auf ein Zusammenspiel von Hydropower und Schneewirtschaft, wobei Erfahrungen wie jene der Riesneralm als Best Practice für die Branche dienen.