SAP-Manager Saueressig: Europa muss bei KI aufs Gaspedal treten

Thomas Saueressig, Mitglied des SAP-Vorstands, warnt vor zu viel Stillstand beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz in europäischen Unternehmen.

07.10.25 10:59 Uhr | 227 mal gelesen

Manchmal frage ich mich, warum wir in Europa immer noch so zögerlich sind, wenn es um Künstliche Intelligenz geht – und offenbar geht es nicht nur mir so. SAP-Vorstand Thomas Saueressig bringt es auf den Punkt: "Wir brauchen keine weiteren Analysen, sondern tatsächliche Umsetzung", ließ er jüngst gegenüber RTL und ntv durchblicken. Das Thema KI, so Saueressig, müsse aus dem Laborstatus raus und mitten in die alltäglichen Arbeitsabläufe integriert werden – sonst bleibe Europa nur Zuschauer. Dabei sind es aber gerade die hierzulande vorhandenen Industriedaten, die nach seiner Meinung das Potenzial für einen echten Technologiesprung bieten. Um genau das wahr werden zu lassen, steckt SAP derzeit über 20 Milliarden Euro in eigenständige (oder souveräne, wie sie das nennen) KI– und Cloud-Lösungen. Für Saueressig geht es nicht nur um Technik, sondern auch um Wahlmöglichkeiten und Unabhängigkeit: "Wir brauchen europäische Spitzentechnologie – aber wir dürfen den weltweiten Anschluss nicht verpassen." Mir persönlich gefällt die Offenheit, mit der er das angeht. Allerdings frage ich mich schon, ob das alleine reicht. Klar ist: Es ist höchste Zeit, dass Europa seine Datenschätze selbst heben lernt, statt weiter auf Nummer sicher zu spielen.

SAP-Vorstand Thomas Saueressig betont die Dringlichkeit, dass Europa beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) endlich konkrete Schritte geht, statt sich in endlosen Diskussionen zu verlieren. Europa verfügt über einen großen Schatz an Industriedaten, die als Grundlage für innovative KI-Anwendungen dienen könnten, solange man es schafft, sie sinnvoll zu nutzen und rechtzeitig in die Praxis zu bringen. SAP will mit Milliardeninvestitionen in eigenständige Cloud- und KI-Lösungen die technologische Souveränität stärken, sieht aber die Notwendigkeit, sich dabei international zu orientieren. Aktuell wird in verschiedenen Medien darüber berichtet, wie deutsche Industrie und Politik auf den KI-Boom reagieren. Viele Unternehmen fordern schnellere Genehmigungsprozesse für KI-Anwendungen, während aus Brüssel zunehmend Stimmen laut werden, die regulatorische Hürden abbauen wollen. Zugleich wächst die Debatte um Datenschutz, ethische Standards und den Wettbewerb mit US-amerikanischen und chinesischen Tech-Giganten. Auch die Rolle von SMAART-Data-Management, dezentrale Cloud-Strukturen und das Fachkräftedefizit im IT-Bereich werden von Experten angesprochen.

Schlagwort aus diesem Artikel