Schulze verspricht: Keine CDU-Überläufer zur AfD in Sachsen-Anhalt

Sven Schulze, Regierungschef von Sachsen-Anhalt und Mitglied der CDU, weist zurück, dass nach der Landtagswahl Unterstützer aus seiner Partei zur AfD abwandern könnten.

heute 07:59 Uhr | 2 mal gelesen

„Ich sehe wirklich keinen Anlass, da nervös zu werden“, meinte Schulze gegenüber Politico, „denn ich kenne sämtliche CDU-Bewerberinnen und -Bewerber persönlich. Das Risiko, dass jemand zur AfD überläuft, existiert schlichtweg nicht.“ Für Schulze sind Loyalität und klare Zielsetzung entscheidend: „Wer für uns kandidiert, steht hinter der Politik der CDU, nicht hinter anderen Ideen.“ Etwas lakonisch fügte er hinzu, dass er für eine zügige Klärung der Machtverhältnisse nach dem Wahltag plädiere: „Mir ist wichtig, dass die Wahl des Ministerpräsidenten nicht ewig verschleppt wird, sondern rasch nach der Wahl auf den Tisch kommt.“ Auch ein kurzer Einschub dazu: Nicht selten gab es in der Vergangenheit Spekulationen rund um Abweichler in Parteien – besteht Schulze darauf, dass solche Zweifel unbegründet sind.

Sven Schulze, der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, hat in einem Interview betont, dass es seiner Einschätzung nach keinerlei Gefahr gibt, dass CDU-Abgeordnete nach der Landtagswahl zur AfD wechseln könnten. Er begründet dies vor allem mit seiner engen Kenntnis der eigenen Kandidaten sowie dem klaren Bekenntnis zur Parteidisziplin. Die Landtagswahl am 9. Juni findet in einer politisch aufgeheizten Atmosphäre statt: In mehreren Umfragen liegt die AfD landesweit vorn, was Befürchtungen über mögliche Regierungsbildungen jenseits der traditionellen Koalitionen schürt. Dennoch hält Schulze an der klaren Abgrenzung zur AfD fest, wie derzeit auch die Bundes-CDU fordert. Und das vor dem Hintergrund wachsender Proteste in vielen ostdeutschen Städten sowie wachsender gesellschaftlicher Spaltung im Land.

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