Interessanter Wendepunkt bei der WM: Kanada verliert zwar gegen die Schweiz, landet aber trotzdem auf dem zweiten Gruppenplatz und darf weiter von der ganz großen Bühne träumen. Parallel dazu sorgte Bosnien-Herzegowina mit einem 3:1 gegen Katar für Spannung – für die Bosnier bleibt die Hoffnung auf ein Weiterkommen aus eigener Kraft erhalten, während Katar ohne Punkte das Turnier verlässt.
Die Partie Schweiz gegen Kanada begann verhalten, die erste Hälfte – wenig überraschend – blieb torlos. Doch direkt nach dem Seitenwechsel schlug die Schweiz entschlossen zu: Ruben Vargas trifft nach feiner Vorarbeit von Manzambi und Embolo schon in der 46. Minute. Kurz danach das 2:0 – diesmal lässt Embolo für Manzambi auflegen, dessen Flachschuss Kanadas Keeper Crepeau etwas unglücklich durch die Hände rutscht.
Kanada, durchaus kämpferisch, rappelt sich auf – Promise David verkürzt mit seinem Treffer (76.), doch die Aufholjagd bleibt letztlich erfolglos. Die Schweizer verteidigen die Führung leidenschaftlich und sichern sich den Gruppensieg. Heißt konkret: Die Schweiz bleibt in Vancouver und erwartet am 2. Juli den Drittplatzierten einer anderen Gruppe; Kanada hingegen muss über die Grenze nach Los Angeles, wo schon am Sonntag das alles entscheidende Spiel gegen den Zweiten aus Gruppe A ansteht. Vielleicht wird’s dann wieder dramatisch.
Die Schweiz festigt mit ihrem 2:1-Sieg gegen Kanada die Führung in Gruppe B und zieht als Gruppenerster ins Sechzehntelfinale ein, während Kanada trotz der Niederlage als Gruppenzweiter ebenfalls weiterkommt. Bosnien-Herzegowina wahrt sich mit einem Sieg gegen Katar Restchancen aufs Weiterkommen; das katarische Team scheidet bereits sicher aus. Aktuell berichten zahlreiche Medien, dass diese WM bislang geprägt ist von überraschenden Ergebnissen, unerwarteten Auftritten kleinerer Nationen und teils kontroversen Schiedsrichterentscheidungen – neben dem rein Sportlichen also eine Bühne für Debatten über VAR-Entscheidungen, hitzige Diskussionen am Spielfeldrand oder gesellschaftliche Themen wie Diversität und Fan-Kultur. In Schweizer Medien wird zudem diskutiert, wie das Team in den kommenden K.-o.-Runden bestehen könnte und wo noch Schwächen liegen, u.a. im Spielaufbau und im Mittelfeld-Pressing. Kanadische Stimmen zeigen sich trotz des Rückschlags optimistisch und hoffen auf einen neuen WM-Aufschwung für den lokalen Fußball.