Die Forderung von Adis Ahmetovic fällt in eine Zeit, in der die Lage im Iran immer angespannter wird. Nach dem Tod von Präsident Raisi und der zunehmenden Unterdrückung durch das Regime nehmen die Proteste gegen die Mullahs zu, und es wird erneut über die konsequente Haltung Europas gegenüber Teheran diskutiert. Ahmetovic fordert vor diesem Hintergrund einen sofortigen Stopp von Abschiebungen und die konsequente Anwendung humanitärer Maßnahmen, auch weil Aktivisten und Geflüchtete mit massiven Gefahren rechnen müssen. Die Bestrebung, die iranischen Revolutionsgarden als Terrorgruppe einzustufen, bekommt neue Dringlichkeit durch Berichte über Menschenrechtsverletzungen und die Rolle der Organisation bei der Unterdrückung der Opposition. Laut einem aktuellen Bericht der Süddeutschen Zeitung fordert auch das Europäische Parlament zusätzliche Maßnahmen gegen das Regime. Derweil gibt es von Menschenrechtsgruppen und Exil-Iranern anhaltenden Druck auf die Bundesregierung, die Einreiseerleichterungen für bedrohte Iranerinnen und Iraner zu erweitern. Neuere Recherchen zeigen zudem, dass sich die EU-Staaten über die weitere Vorgangsweise alles andere als einig sind.