Stuttgart 21: Noch ein Aufschub – Pro Bahn übt scharfe Kritik am Desaster

Die Fertigstellung von Stuttgart 21 verzögert sich erneut – und für den Fahrgastverband Pro Bahn ist das keinesfalls ein kleines Malheur, sondern ein massives Versagen mit Folgen für das ganze Unternehmen Bahn.

19.11.25 18:33 Uhr | 414 mal gelesen

Mal ehrlich: Wer hätte bei Stuttgart 21 noch fest daran geglaubt, dass Termine halten? Für Detlef Neuß, Chef des Fahrgastverbandes Pro Bahn, ist das erneute Verschieben „eine Riesenblamage“. Wieder wankt das Image der Deutschen Bahn, wieder geht das große Kopfschütteln los – vor allem bei den Fahrgästen. "Schon wieder werden Unsummen verbrannt, die an anderer Stelle dringend gebraucht würden", sagt Neuß. Die Wahrscheinlichkeit, dass andere große Bahn-Projekte deswegen jetzt ins Stocken geraten, ist nach seiner Ansicht hoch. Investitionen könnten auf Eis gelegt werden, weil ein einziger, riesiger Tiefbahnhof alles auffrisst wie ein hungriges Monster. Und Konsequenzen? Tja, die fordert Neuß zwar – aber Durchgreifen sieht bekanntlich anders aus. Eine Spitze sendet er doch: Die neue Bahnchefin, Evelyn Palla, kann kaum für das aktuelle Fiasko verantwortlich gemacht werden. Die Fehler, so Neuß, stammen von den älteren Herren auf dem Chefsessel vor ihrer Zeit. Es bleibt: Resignation – „Es ist, wie es ist.“ Und für viele bleibt auch: Ratlosigkeit. Wie soll man dieses Projekt eigentlich noch jemandem erklären, ohne zu lachen oder zu weinen?

Der erneute Verzug beim Großprojekt Stuttgart 21 schlägt nicht nur auf das öffentliche Bild der Bahn durch, sondern zieht auch möglicherweise Kürzungen und Verzögerungen bei weiteren Investitionen nach sich. Neue Untersuchungen von Medien und Experten zeigen: Bereits jetzt sprengen die Kosten alle ehemaligen Kalkulationen, zahlreiche geplante Anschlüsse und Erweiterungen geraten ins Wanken. Einzig die neue Bahnchefin Evelyn Palla bleibt außen vor – der Ursprungsfehler, so der Fahrgastverband, liegt längst in der Vergangenheit begraben. Interessant ist, wie sich sowohl Politik als auch Aufsichtsräte zusehends mit Kritik zurückhalten, obwohl die Prognosen für eine tatsächliche Fertigstellung weiter ins Ungewisse rutschen.

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