Russisches Konsulat in Danzig wird nach Sabotagevorwürfen von Polen geschlossen

Polens Außenminister Radoslaw Sikorski kündigt überraschend die Schließung des russischen Konsulats in Danzig an – eine neue Eskalationsstufe im polnisch-russischen Verhältnis.

19.11.25 18:32 Uhr | 114 mal gelesen

Mittwochmittag in Warschau: Die Ankündigung von Außenminister Sikorski wirkt fast beiläufig, dabei steckt jede Menge Brisanz drin. Ob das russische Konsulat in Danzig wirklich zur Gefahr geworden war? Nun, offiziell reagiert die polnische Regierung mit dem Schritt auf mutmaßliche russische Sabotageakte, die – das klingt wie ein Thriller – sich jüngst auf Bahnstrecken im Land zugetragen haben sollen. Die Rede ist von Explosionen, von zwei ukrainischen Staatsbürgern, die angeblich mit russischen Geheimdiensten kooperierten. Der polnische Premier Tusk lässt sich dazu hinreißen, Russland die Verantwortung zuzuschreiben. Ob das alles so eindeutig ist? Fraglich, aber in der aufgeheizten Stimmung genügen schon Anzeichen. Moskau reagiert – wenig überraschend – pikiert: Mehrfach wurde schon in den letzten Jahren gegenseitig auf diplomatischer Ebene gekürzt, doch nun sollen Polens diplomatische und konsularische Vertretungen in Russland erneut personell dezimiert werden. Diplomatische Beziehungen auflösen, so weit will Polen aber (noch) nicht gehen – die Tür bleibt einen Spalt offen, auch wenn gerade jeder zweite Satz von gegenseitigen Vorwürfen und Empörung lebt. Irgendwie hat das Ganze einen bitteren Beigeschmack, fast so, als ob noch mehr dahintersteckt, was bislang keiner offen ausspricht.

Die Schließung des russischen Konsulats in Danzig durch Polen erfolgte vor dem Hintergrund schwerwiegender Sabotagevorwürfe, nachdem Explosionen an polnischen Bahnstrecken für erhebliche Unruhe sorgten. Laut polnischer Regierung stehen zwei Ukrainer – mutmaßlich gesteuert von russischen Geheimdiensten – im Zentrum der Ermittlungen. Während Russland sich über die polnische Entscheidung enttäuscht zeigt und die diplomatischen Beziehungen auf eine weitere Probe gestellt werden, bleibt offen, ob sich daraus eine längerfristige Eiszeit zwischen beiden Ländern entwickelt. Erweitert: Polnische Medien melden angespannten Informationsaustausch zwischen beiden Ländern, während Experten vor einer weiteren Eskalation warnen. Internationale Beobachter wie die EU verfolgen die Entwicklung aufmerksam und betonen die Notwendigkeit für Deeskalation und sichere, transparente Ermittlungen. Gleichzeitig wird in Kommentaren polnischer Zeitungen ein Muster erkannt: Immer wieder kämen russische Einrichtungen nach politischen Krisen ins Visier, während im Hintergrund eine hybride Kriegsführung zwischen West und Ost droht weiter aufzublühen.

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