Manchmal frage ich mich, ob der Begriff 'sicher feiern' nicht immer ein wenig hohl klingt – bis dann wirklich etwas passiert und unbürokratische Hilfe Gold wert ist. In diesem Sinne: Das Frühlingsfest auf dem Cannstatter Wasen will 2026 keine halben Sachen mehr machen. SafeNow, die App, die den Hilferuf zum Sicherheitspersonal wie auf Knopfdruck übermittelt, wird in allen vier großen Festzelten eingeführt. Tilman Rumland von SafeNow sagt, es gehe darum, Sicherheit alltagstauglich und für jeden greifbar zu machen. Marcel Benz – Vordenker in der Sache und Betreiber des Hofbräu-Zeltes – fasst es etwas launiger zusammen: Für ihn ist SafeNow eine Art unsichtbare Schutzengeltruppe. Dass die anderen Festwirte mitziehen, sei nur logisch.
Michael Schmiedt vom 'Wasenwirt' räumt ein, anfangs habe man erst mal beobachtet und den Mehrwert getestet. Jetzt geht man alle gemeinsam voran. Die Initiative Save The Night by Jägermeister steht im Hintergrund Spalier – vielleicht ungewöhnlich, einen Schnapshersteller eng mit Sicherheitskonzepten zu sehen, aber warum nicht. Auch Karl Maier vom 'Göckelesmaier' betont: In der oft ziemlich chaotischen Festzeltatmosphäre zählt jedes Detail, das im Ernstfall Sekunden spart.
Die Funktionsweise ist simpel, aber clever: Wer Hilfe braucht, kann per App auf den Alarmknopf drücken. Der Standort wird im Zelt metergenau an das Sicherheitsteam gesendet. Nicht nur Gäste profitieren – Mitarbeitende auch. Das digitale System macht Diskretion und Tempo möglich, ganz ohne Spektakel. Mich überzeugt an SafeNow: Sie schalten keine Werbung, verdienen nicht am Datensammeln, alles bleibt kostenfrei. Finanziert wird die Infrastruktur durch die Betreiber der SafeNow-Zonen – das klingt ein Stück ehrlicher als die üblichen App-Geschäftsmodelle.
Noch ein Gedanke am Rande: Die App funktioniert nicht nur für große Feste. Wer mag, kann auch seine Freunde oder Familie einbinden. Es bleibt spannend zu beobachten, ob so ein Modell künftig auch in anderen öffentlichen Räumen Standard wird.
Weitere Infos gibt es bei SafeNow direkt: http://www.safenow.app/
Das Stuttgarter Frühlingsfest setzt ab 2026 in allen Festzelten auf die Sicherheits-App SafeNow und will damit das Sicherheitsgefühl der Gäste deutlich verstärken. Die App, die bereits seit 2023 in einem Festzelt getestet wurde und global über eine Million Nutzer zählt, erlaubt diskrete Notrufe ans Sicherheitspersonal mit Standortübermittlung in Echtzeit; finanziert wird das System von den Festbetreibern, nicht durch Datenauswertung. Aktuelle Recherchen ergeben: Sicherheit auf Großveranstaltungen rückt stärker ins öffentliche Interesse, vielerorts werden digitale Schutzsysteme und Awareness-Teams erprobt – so berichten mehrere Zeitungen, dass nach Vorfällen auf Festivals und größeren Demonstrationen Betreiber verstärkt in moderne Kommunikationswege und Schulungen investieren. Auf dem Stuttgarter Frühlingsfest werden vernetzte Systeme wie SafeNow künftig als Standard verstanden, während kritische Beobachter auf die Bedeutung von festangestelltem, gut geschultem Personal und einer offenen Fehlerkultur hinweisen. Auch die Integration von Alkoholproduzenten wie Jägermeister in Sicherheitsinitiativen wird öffentlich diskutiert: Sie sehen sich als Garanten für 'verantwortungsbewusste Nachtkultur', aber einige Stimmen mahnen an, dass Suchtprävention gleichberechtigt verhandelt werden sollte.