Der SWR bleibt seinem Publikum in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz auf den Fersen. Auch für 2026 setzt der Sender auf ein breites Medienspektrum und will Themen aufgreifen, die Menschen bewegen — erschreckend, unterhaltsam, aufklärend und manchmal auch ein bisschen irritierend. Am 10. Februar, digital und offen für Nachfragen, präsentierte der SWR große und kleine Programm-Meilensteine — von Gänsehautmomenten bis zu Formaten, die den Dialog (wieder)beleben sollen.
Moderiert von Katharina Röben — manchen noch aus dem ARD-Format „MixTalk“ bekannt — diskutierten neben Intendant Gniffke auch SWR-Leitungsleute wie Bratzler, Mai und Fiebig, sowie Schauspielerin Andrea Guo („House of Yang“), Tina Sikorski (ESC) und das SWR-Team für barrierefreie Angebote. Atmosphäre: überraschend locker, durchaus auch selbstkritisch.
„Wir denken um Ecken, nicht nur im Kreis“
Gniffke nahm kein Blatt vor den Mund: Vielfalt sei für den SWR keine Deko, sondern Auftrag. Es gehe um Perspektiven — und um Formate, die tatsächlich berühren, nicht bloß abspulen. Was (viel zu oft?) idealistisch klingt, bekommt hier mal spannende Konturen.
Schatten und Zukunftsträume: Neue Serien
Mit "House of Yang" wagt sich der SWR in dunklere Ecken. Zwei Mädchen, verschwunden im Abstand von 50 Jahren, ein Haus, das seltsam lebt — Mystery, Horror, und ein Generationenporträt einer deutsch-chinesischen Familie verschmelzen mit dem Schwarzwald-Flair. Typisch SWR? Wohl kaum — gerade das bietet Hoffnung auf frischen Wind. Ab Winter 2026 in der ARD Mediathek.
Science-Fiction schließt direkt an: „Stardust Hotel“. Raumstation statt Grandhotel, schräger Charme statt spröder Zukunft. Menschen treiben durchs All, Sehnsucht nach der Erde blitzt durch, die Besitzerin Nia bringt die alten Zeiten und neue Energie zusammen. Klingt retro-modern? Ja. Startet voraussichtlich im Frühjahr.
Audio und echte Geschichten
Auch Ohrwürmer bekommen Futter: Der Podcast „Mario Basler – Letzter Typ“ (ab 24.2.) rückt das Bild des Kult-Fußballers gerade, nicht ohne Kanten; „Wo ist Sanelas Schwester?“ (Arbeitstitel, Sommer 2026) taucht tief in die Schatten von Kriegsfolgen und Identitätssuche ein. Zwei Ansätze, wie man Bewährtes und Abgründiges vermischen kann.
Neu: Nachrichten werden zugänglicher
Von Inklusion kein Gerede, sondern praktische Umsetzung. Neu auf swr.de (Montag bis Freitag, 16:30 Uhr): Nachrichten in leichter Sprache. Wer sonst nicht mitkommt, bleibt nicht länger außen vor — das adressiert Menschen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen. Ein kleiner Schritt, der tatsächlich Barrieren abbaut.
ESC 2026: Der Südwesten blickt nach Wien
Zum ersten Mal organisiert der SWR das gesamte ARD-Angebot rund um den Eurovision Song Contest. Beim deutschen Finale im Februar 2026 geht es in Karlsruhe richtig zur Sache, bevor im Mai in Wien das große Event steigt. Live-Übertragung, Musikacts mit SWR3, und ein Public Viewing am 16. Mai — fast so schillernd wie die internationalen Bühnenlichter selbst.
Tuchfühlung mit dem Publikum
Was sonst? Der SWR will „raus ins echte Leben“. Regiotouren und temporäre PopUp-Studios, etwa vom 4. bis 10. Mai im Rhein-Lahn-Kreis, sollen den Dialog nicht nur simulieren, sondern auch herstellen. Abschließend: Statt leerer Versprechen wird die Tür für echte Rückmeldungen geöffnet. Wer Lust hat, kann sich also einbringen.
Presseinfos, Fotos & Trailer unter: swr.de/highlights und ARD-Foto.de — ach ja, und bei Fragen darf man sich auch telefonisch oder per Mail melden. Kleine Fußnote, aber erwähnenswert.
Der SWR legt für 2026 eine Schippe drauf: Von der Mystery-Serie „House of Yang“, die Schwarzwald-Nebel mit Familiengeheimnissen auflädt, bis zu „Stardust Hotel“, einem Retro-SciFi im All, stehen neue Serienformaten im Rampenlicht. Podcasts, die echte Menschen und Konflikte zeigen, sowie ein vereinfachtes Nachrichtenangebot bahnen neue Wege der Inklusion und Teilhabe. Freilich, große Events fehlen nicht: Beim ESC-Finale 2026 mischt der SWR erstmals als Hauptorganisator mit, der Südwesten steht auch medial im Mittelpunkt. Nach neuer Recherche betonen Berichte von taz.de und Deutschlandfunk die fortschreitende Diversifizierung öffentlich-rechtlicher Programme, wobei Barrierefreiheit und regionale Nähe zunehmend in den Fokus rücken (vgl. z.B. aktuelle Artikel auf taz.de, deutschland.de). Außerdem wurde am 14. Juni ein breites Maßnahmenpaket zur Stärkung der kulturellen Vielfalt durch öffentlich-rechtliche Medien vorgestellt, worin SWR-Initiativen hervorgehoben werden. ARD trägt mit Podcasts und Serien maßgeblich zu diesem Wandel bei.