Wirklich ruhig war es an der Wall Street selten – vor Weihnachten schon gar nicht. Diesen Montag jedenfalls schlossen die wichtigsten US-Börsen mit grünen Vorzeichen: Der legendäre Dow stemmte sich auf 48.362 Punkte, satte 0,5 Prozent höher als am Freitag. Und als ob der Appetit auf Technologie unersättlich wäre, legten der S&P 500 und der Nasdaq 100 ähnlich stark zu, beide über der halben Prozentmarke. Besonders bemerkenswert: Micron, ein Chiphersteller, lieferte mit starken Geschäftsaussichten frisches Futter für Optimisten, während Nvidia - im Spannungsfeld zwischen Washington und Peking - nochmal nachlegte und trotz schwieriger Umstände weitere Chip-Lieferungen nach China versprach.
Interessanterweise zeigte sich der Euro am Montagabend von seiner stabilen Seite: Mit 1,1756 US-Dollar pro Euro konnte die Gemeinschaftswährung noch einen drauflegen. Gold glänzte derweil in alter Pracht – eine Feinunze kletterte auf 4.443 US-Dollar, was umgerechnet etwa 121,52 Euro pro Gramm entspricht, ein ordentlicher Sprung nach oben. Und wer beim Ölpreis auf den richtigen Moment gewartet hatte, schaute ebenfalls in zufriedene Gesichter: Das schwarze Gold (die Nordsee-Sorte Brent) war zum Wochenstart lautstark gefragt und verteuerte sich um 2,7 Prozent auf 62,08 US-Dollar pro Fass. Die Märkte kurz vor Weihnachten also: aufgekratzt, energiegeladen und, mal ehrlich, alles andere als besinnlich.
Am Montag verzeichneten die US-Börsen deutliche Gewinne, beflügelt von positiven Entwicklungen in der Chipindustrie – insbesondere starken Prognosen von Micron und neuen Lieferzusagen von Nvidia trotz fortbestehender Handelskonflikte mit China. Dazu kam ein starker Gold- und Ölpreisanstieg sowie eine festere europäische Gemeinschaftswährung. Der jüngste Höhenflug an den Märkten zeigt, wie sensibel und schnell Tech-News Stimmung und Kurse an der Börse beeinflussen können – wobei Unsicherheiten in geopolitischen Beziehungen und Rohstoffmärkten wie immer mitschwingen.
Laut aktuellen Recherchen gibt es weiterhin eine hohe Erwartungshaltung an die US-Tech-Branche, während die Investoren auf die kommenden Quartalszahlen und politische Entwicklungen in den USA und China blicken. Einige Analysten warnen jedoch vor Übermut angesichts der aktuellen Kursstände und weisen darauf hin, dass etwaige Rückschläge immer möglich bleiben.