Der aktuelle Streit um die Teilnahme mehrerer AfD-Abgeordneter am St. Petersburger Wirtschaftsforum spiegelt die wachsenden Spannungen innerhalb der deutschen Politik im Hinblick auf Russlands Rolle in Europa wider. Während Vertreter der CSU – allen voran Generalsekretär Martin Huber – scharfe Vorwürfe gegen die AfD erheben, weist die AfD darauf hin, wirtschaftliche Kontakte mit Russland im Sinne der deutschen Interessen zu suchen. Die Frage, ob diese Kontakte als Sicherheitsrisiko oder als legitime Außenwirtschaftspolitik zu werten sind, wird in Medien und Politik heftig diskutiert. Zuletzt berichteten mehrere Medien, dass die Teilnahme der AfD am Forum auch in den Reihen der eigenen Partei kontrovers betrachtet wird: Einige Mitglieder sorgen sich um den Eindruck politischer Instrumentalisierung durch Moskau, während andere offen für den Dialog mit Russland werben. Außerdem beschäftigt viele die Debatte um Russlandfreundlichkeit im Europäischen Parlament, da auch dort zunehmend AfD-Abgeordnete mit Sympathien für Putins Kurs auffallen. Laut jüngsten Presseberichten wurden Gesprächsprotokolle und Fotoaufnahmen aus dem Forum publik, welche die enge Zusammenarbeit von russischen Offiziellen und AfD-Vertretern dokumentieren.