Schon vor ein paar Monaten, als sich René Casselly und Fabian Hambüchen zum ersten Mal auf ein paar Test-Runden im Trainingszelt trafen, ahnte wohl keiner, wie wild diese neue Partnerschaft werden würde. Nun steht fest: Hambüchen, sonst bekannt für gymnastische Perfektion und eiserne Körperbeherrschung, tauscht Barren und Boden gegen die Bretter der Manege. Genauer gesagt, wagen er und Casselly sich gemeinsam auf das Schleuderbrett – für beide Neuland. Casselly merkt an, das sei sogar für ihn als Profi eine Art Premiere. Beide verbindet nicht nur der Drang nach Adrenalin, sondern auch Freundschaft und Respekt, was das Ganze irgendwie authentisch macht. Hambüchen formuliert es so: "Flic Flac ist kein Turnen, das ist pures Adrenalin!"
Überhaupt unterstreicht diese Show, wie fließend die Grenzen zwischen den Welten sind: Zwei weitere prominente Namen sind dabei – Kathrin Menzinger und Anastasia Maruster. Beide kennt man aus "Let's Dance" – die eine war Cassellys, die andere Hambüchens TV-Tanzpartnerin. Ein seltsamer Zufall, fast schon ironisch, dass genau dieses Quartett nun die zentrale Showeinlage des Festivals bildet, in der Tanz auf Artistik trifft. Was das Publikum erwarten kann? Jedenfalls keine konservative Zirkusnummer. Casselly deutet schon an, dass man die Show besser als energetischen Cocktail aus Artistik, Tanzeinlagen und akrobatischen Höhepunkten versteht – „weit mehr als klassischer Gesellschaftstanz“. Und über all dem schwebt die leise Frage: Funktioniert so eine Konstellation wirklich? Aber genau das ist es, was echten Eventcharakter ausmacht: Spannung, Risiko, echte Emotionen. Und ein bisschen darf man sich zurücklehnen und abwarten, was da am Ende tatsächlich in der Arena passiert.
Fabian Hambüchen, Olympiasieger im Turnen von Rio 2016, und René Casselly, mehrfach ausgezeichneter Circus-Künstler, bringen mit dem 17. Festival der Artisten in Kassel eine ungewöhnliche Kooperation auf die Bühne. Abseits des klassischen Zirkus setzen sie auf gemeinsame Innovation, indem sie Tanz, Akrobatik und Artistik verschmelzen lassen. Ergänzt wird die Show durch die Tänzerinnen Kathrin Menzinger und Anastasia Maruster aus 'Let's Dance'. Neue Medienberichte beleuchten zudem, dass Hambüchens nächster Karriereschritt in die Welt des Zirkus als bemerkenswertes Crossover wahrgenommen wird: Viele Stimmen in der Szene erwarten von der Schleuderbrett-Nummer eine spektakuläre Verbindung gymnastischer Präzision mit cirqueseutischer Risikofreude, und die Einbindung von bekannten TV-Tanz-Gesichtern sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit im Showgeschäft. Laut taz und FAZ steht dabei auch das Thema Authentizität im Mittelpunkt, denn sowohl Casselly als auch Hambüchen gelten als Persönlichkeiten, die sich gegen die reine Kommerzialisierung von Artistik und Sport stemmen. Gleichzeitig diskutiert die Süddeutsche in einem aktuellen Beitrag, welche Bedeutung solche Show-Formate für das Bild von Hochleistungskunst im Mainstream-Alltag haben – und spielt darauf an, wie ehemalige Leistungssportler zunehmend den Sprung in die Entertainment-Kultur wagen. Angesichts der großen Medienresonanz wird das Festival für Kassel vermutlich ein echter Publikumsmagnet und wirft zugleich Fragen zum Verhältnis von Zirkusinnovationen und Prominenteinsatz auf.