Am Mittwoch hat die US-Ministerin Kristi Noem offiziell bestätigt, dass zwei russische Tanker von Einsatzkräften der US-Küstenwache gestoppt und durchsucht wurden. Laut ihrer Mitteilung auf X (vormals Twitter) traf es die Schiffe "Bella 1" und "Sophia" – beide waren entweder unterwegs nach Venezuela oder hatten dort kürzlich festgemacht. Das Ganze ereignete sich einmal im Nordatlantik und einmal in der Nähe karibischer Gewässer. Besonders bemerkenswert: Die Bella 1 soll, so Noem weiter, wiederholt versucht haben, sich der Kontrolle zu entziehen – samt eines hastig vollzogenen Flaggenwechsels. US-Einsatzkräfte verschiedener Ressorts agierten dabei koordinierend zusammen, laut Noem unter Leitung der Regierungsbehörden und in enger Absprache mit Militär und Justiz. Ein kleines Detail am Rande: Hinweise darauf, dass die Aktion gewaltsam ablief, gibt es nicht – laut US-Presse gab es keine Schüsse. Offenbar war der Tanker schon 2024 von den USA mit Sanktionen belegt worden, weil er zur sogenannten 'Schattenflotte' gezählt wird, die für illegale Öltransporte Russland-Venezuela bekannt ist. Die Haltung dahinter? Noem betonte, dass man nicht nachlassen werde, amerikanische Interessen zu sichern und die Finanzierung von Drogenschmuggel zu unterbinden.
Die Festsetzung der beiden russischen Tanker durch die US-Behörden reiht sich ein in eine Serie verschärfter Maßnahmen Washingtons, um die Umgehung westlicher Sanktionen gegen russische Öltransporte zu verhindern. Neben der 'Bella 1' und der 'Sophia' sind noch zahlreiche andere Schiffe im Fokus internationaler Ermittlungen, die unter wechselnden Flaggen und mit zweifelhaften Routendaten versuchen, Sanktionsmechanismen auszuhebeln. Laut aktuellen Analysen werden ähnliche Aktionen der Küstenwache und von Strafverfolgungsbehörden in Zukunft häufiger, da insbesondere der russisch-venezolanische Ölhandel zunehmend auf alternative und schwer kontrollierbare Transportrouten ausweicht – ein Katz-und-Maus-Spiel auf den Ozeanen, das nicht nur um geopolitische Einflusszonen, sondern auch um die Kontrolle milliardenschwerer Rohstoffströme geführt wird.