Unverstellt gesagt: Fleurop versucht einmal mehr, das Rad nicht neu zu erfinden, sondern Blumen digital ins rechte Licht zu rücken. Diesmal stolpert man dabei über bekannte Gesichter wie Peachy (Ina Reni Alexandrow), die es bestens versteht, in ihren Clips die Sprach- und Stilgräben zwischen den Generationen aufs Korn zu nehmen. Ihr Können, mit einem Augenzwinkern Missverständnisse und Eigenheiten zwischen Boomer, Millennials, Gen Z und Gen Alpha auseinanderzufriemeln, nutzt Fleurop geschickt aus – am Ende zählt nämlich trotz aller Unterschiede das Gemeinsame: echte Emotionen, und die bringt ein frischer Blumenstrauß immer noch am verlässlichsten über.
Gerade die Kampagne zum Valentinstag nimmt sich nicht nur der notorischen Romantiker an, sondern will auch jene abholen, die Blumen als Zeichen von Freundschaft, Selbstliebe oder Wertschätzung neu entdecken (oder vielleicht überhaupt erst kennenlernen). Storytelling, Reels, interaktive Stories – die bunte Social-Media-Vielfalt kommt zum Einsatz. Statt steifer Rosen gibt’s kreative Bouquet-Ideen, handschriftliche Botschaften und alles, was die Community dazu bewegen könnte, wieder Blumen sprechen zu lassen. Unterm Strich klingt das nach frischem Wind, ohne das Handwerk aus den Augen zu verlieren: Gebunden und übergeben werden die Sträuße nämlich weiterhin von lokalen Florist*innen, so wie es das seit mehr als hundert Jahren praktizierte Prinzip vorgibt.
Natürlich läuft die Aktion nicht nur auf Instagram & Co., sondern wird durch gezielte Onlinewerbung und aufmerksamkeitsstarke Aktionen im Fleurop-Shop begleitet. Fun Fact am Rande: Max Hübner, Gründer von Fleurop, hatte tatsächlich schon 1908 die glorreiche Idee, Aufträge an örtliche Florist*innen weiterzuleiten – für damalige Verhältnisse fast schon disruptiv. Heute reicht das Netzwerk durch 150 Länder, über 50.000 Partner*innen liefern jährlich Millionen Sträuße. Mit Tradition, aber eben auch mit dem Mut, sich immer wieder neu zu erfinden.
Fleurop setzt 2026 zum Valentinstag auf eine offensive Social-Media-Kampagne und arbeitet dafür mit Influencerin Peachy zusammen, die für ihre humorvollen und generationenübergreifenden Darstellungen bekannt ist. Der Fokus liegt auf emotionalen, oft überraschenden Blumenmomenten, die ebenso für Romantik wie für Selbstliebe oder Freundschaft stehen; klassische Blumensträuße werden um kreative Geschenkideen erweitert. Diese Strategie ist Teil eines größeren Trends, bei dem Unternehmen verstärkt auf Creator-Kollaborationen setzen, um junges Publikum im oft überlaufenen Social-Media-Alltag zu erreichen.
Ergänzende Recherchen zeigen, dass der Valentinstag aktuell teils kritisch diskutiert wird: Laut taz werden die Kommerzialisierung und der soziale Druck rund um den „Tag der Liebe“ zunehmend in Frage gestellt (Quelle: taz.de). Auf spiegel.de findet sich ein Interview mit Soziologen, die hervorheben, wie sehr sich Feiertage durch soziale Medien in ihrer Bedeutung wandeln und warum neue Rituale, etwa Geschenke an Freund*innen oder das eigene Ich, an Bedeutung gewinnen (Quelle: spiegel.de). Perspektive-daily.de berichtet über klima- und sozialverträgliche Alternativen zum „traditionellen Blumenstrauß“ und wachsende Nachfrage nach nachhaltigen Geschenken am Valentinstag (Quelle: perspective-daily.de).