Blume spricht es direkt aus: Bis 2030 plant VW, rund 50.000 Jobs allein in Deutschland sozialverträglich abzubauen. Das große Damoklesschwert möglicher Werksschließungen schwebt weiterhin, auch wenn (noch) keine konkrete Entscheidung gefallen ist. Die Formel scheint klar: Überkapazitäten werden nicht länger durchgewunken – Fabriken müssen künftig viel schärfere Kostenvorgaben erfüllen, völlig egal ob Standort D, Europa oder China.
Der Begriff „Made in Germany“ klingt für Blume keineswegs nach Auslaufmodell, doch die berühmte Qualität hat ihren Preis – und die deutschen Lohn- und Energiekosten sind massiv, sagt er. Ohne einen kräftigen Schub an Produktivität ist das Modell für die Zukunft kaum tragfähig. Gegenwind kommt aber nicht nur von den Märkten: Die Politik steht ebenfalls in der Kritik – zu komplexe Regeln, zu teure Energie. Trotz dieser Gemengelage schimmert Hoffnung durch: Die Auftragsbücher füllen sich wieder, was einen Hauch von Optimismus aufkommen lässt. Nur eines bleibt unverrückbar: Der Kurs der harten Sanierung ist für Blume alternativlos.
Blume bekennt sich trotz hoher Kosten zum Standort Deutschland, sieht aber dringenden Reformbedarf, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Der geplante sozialverträgliche Abbau von rund 50.000 Stellen bis 2030 ist Teil eines umfassenden Sanierungskonzepts für den VW-Konzern. Während Werke weltweit einem strikten Effizienz-Diktat unterliegen, fordert Blume von der Politik Entlastung bei Energiepreisen und Bürokratie. Laut aktuellen Berichten aus der Wirtschaftspresse verschärft sich der Wettbewerbsdruck nicht nur durch chinesische Hersteller, sondern auch durch einen globalen Umbruch im Automarkt, insbesondere bei der Produktion von E-Fahrzeugen. Die deutsche Autoindustrie steht insgesamt unter Zugzwang: Unternehmen wie Mercedes-Benz und BMW schlagen aufgrund der schwächelnden Konjunktur und Konkurrenz massive Sparkurse ein. Zugleich sorgt die Debatte über den Industriestandort Deutschland für neue politische Initiativen, etwa Steuererleichterungen oder gezielte Förderung von Innovation Quelle: Handelsblatt, Quelle: FAZ.