Wadephul im Austausch mit US-Diplomat zum Ukraine-Krieg

Nach jüngsten Hinweisen auf inoffizielle Gespräche zwischen Washington und Moskau über die Ukraine hat Außenminister Johann Wadephul (CDU) persönlich mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff sowie seinem türkischen Kollegen Hakan Fidan telefoniert – der Versuch, Klarheit und Koordination in die diffusen Verhandlungsbemühungen zu bringen.

20.11.25 18:16 Uhr | 55 mal gelesen

Donnerstagabend klang Wadephul fast nachdenklicher als sonst: "Wir haben intensiv unsere laufenden Initiativen besprochen, den russischen Überfall auf die Ukraine endlich zu beenden – zu viele Menschen müssen schon jetzt für diesen Krieg bezahlen", sagte er und ließ durchblicken, dass zwischen den Zeilen weit mehr verhandelt wird, als auf offiziellen Pressekonferenzen gesagt wird. Zugegeben, viel Konkretes aus diesen Telefongesprächen dringt selten an die Oberfläche. Doch eines scheint allen Beteiligten wichtig: Deutschlands Rolle als Vermittler und Partner in Europa soll nicht untergehen. Wie Wadephul betont, wurde "über ganz praktische Ansätze gesprochen, wie man die Zusammenarbeit enger gestalten könnte". Gerade jetzt, mit heranrollendem Winter, gehe es laut ihm dringend darum, russische Angriffe auf die Energieversorgung sofort zu stoppen – damit die Menschen nicht noch mehr frieren und verzweifeln. Danach, so Wadephul weiter, müsse man endlich ernsthaft über Schritte zu einem dauerhaften Waffenstillstand reden. Zehn Monate Krieg, und das Ringen um Frieden bleibt ein zäher Balanceakt zwischen Hoffnung und Frustration – so liest sich zumindest zwischen den Zeilen.

Die Gespräche von Außenminister Wadephul mit US-Sondergesandtem Witkoff und dem türkischen Außenminister Fidan drehen sich im Kern um Möglichkeiten, dem Leid in der Ukraine ein Ende zu setzen und eine bessere internationale Koordination sicherzustellen. Besondere Dringlichkeit bekommt die Debatte angesichts drohender Kälte und gezielter Angriffe auf lebenswichtige Energieanlagen – die humanitäre Notlage bleibt also weiterhin dramatisch. Inzwischen zeigen die politischen Manöver in Berlin und international, dass die Zeit für neue diplomatische Ansätze drängt, auch wenn ein dauerhafter Frieden noch nicht greifbar scheint. Nach aktuellem Stand (Juni 2024) ist die Diskussion um Waffenlieferungen, Sanktionen und humanitäre Hilfe im Gange. Bei einer internationalen Ukraine-Friedenskonferenz in der Schweiz wurde deutlich, dass viele Länder einen Waffenstillstand befürworten, Russland jedoch abwesend war und insbesondere die USA und die EU verstärkt koordiniert agieren. Laut mehreren deutschen Medien (u.a. ZEIT ONLINE, FAZ, taz) nehmen die Angriffe auf kritische Infrastruktur nochmals zu, und der Druck auf politische Entscheidungsträger wächst – auch wegen zunehmender Kritik an den schleppenden Verhandlungen.

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