Wall Street schwankend vor Inflationsdaten – Börsianer bleiben vorsichtig

Am Donnerstag herrschte an den US-Börsen Unsicherheit – viele Investoren blicken angespannt auf den bevorstehenden PCE-Preisindex.

04.12.25 22:26 Uhr | 59 mal gelesen

New York zur Handesschlusszeit: Der Dow Jones landete bei 47.851 Punkten, also ein leichter Verlust von 0,1 Prozent zum Vortag. Während der S&P 500 kurz vorher ein kleines Plus von 0,1 Prozent aufs Parkett legte, dümpelte der Technologie-Index Nasdaq 100 mit etwa 25.582 Zählern knapp 0,1 Prozent im Minus herum. Die Anleger wirkten vor allem abwartend, was die nahende Fed-Sitzung angeht. Immerhin erwarten viele in der Branche nach den frisch veröffentlichten privaten Arbeitsmarktdaten baldige Zinssenkungen. Doch es ist wie das berühmte Warten auf Godot – so richtig bewegen wollen sich die Kurse offenbar erst nach Veröffentlichung des PCE-Preisindex am Freitag, also jenes Inflationsmaß, das die Notenbank am meisten beäugt. Der Euro schwächelte derweil ein wenig und wurde gegen Abend für 1,1644 US-Dollar gehandelt, was gleichzeitig bedeutet, dass ein Dollar 0,8588 Euro wert war. Kurios: Der Goldpreis legte leicht zu, am Abend wurden für die Feinunze 4.210 Dollar geboten – ein Mini-Plus von 0,2 Prozent, oder umgerechnet 116,23 Euro pro Gramm. Öl hingegen gab sich entschlossen teurer, denn ein Barrel Brent kostete um 22 Uhr hiesiger Zeit 63,30 Dollar, also 63 Cent oder 1 Prozent mehr als noch zum vorherigen Handelsende.

Die amerikanischen Aktienmärkte legen aktuell eine Art Schwebemodus ein: Weder geht es richtig aufwärts noch runter, denn die kommende Entscheidung der US-Notenbank wirft lange Schatten. Privatwirtschaftliche Arbeitsmarktdaten vom Mittwoch deuten auf nachlassende Inflationsrisiken hin, was die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen nährt, aber wirkliche Impulse fehlen noch – die Anleger starren auf den PCE-Preisindex, der am Freitag neue Signale liefern könnte. Parallel dazu notierte der Euro schwächer, während Edelmetall-Investoren kleine Gewinne bei Gold verbuchten und auch der Ölpreis, vielleicht überraschend angesichts weltweit schwankender Nachfrage, anzog. Ergänzend dazu berichten zahlreiche Quellen im Netz, dass die Nervosität vor den anstehenden Makrodaten steigt und der Markt sich auf eine volatile Sommerperiode einstellt. Aktuell greifen viele Börsianer auf die jüngste Fed-Kommunikation zurück, um die tatsächliche Richtung der Geldpolitik abzulesen, doch endgültige Sicherheit herrscht nicht – zumal geopolitische Unsicherheiten und schwankende Rohstoffpreise das Gesamtbild beeinflussen. Auch abseits von Aktien zeigen sich relevante Bewegungen, etwa beim Gold, das als sicherer Hafen weiter gefragt bleibt, und beim Öl, dessen Preisentwicklung von Opec-Maßnahmen und allgemeinen Konjunkturerwartungen gestützt wird.

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