Wegen Iran-Konflikt: Bundeswehr zieht weitere Soldaten aus dem Irak ab

Angesichts der angespannten Lage zwischen Iran und den USA minimiert die Bundeswehr ihre Truppenpräsenz im Irak weiter. Nur das Nötigste bleibt.

heute 09:22 Uhr | 2 mal gelesen

Mal ehrlich, die Nachrichten rund um den Irak lassen einen selten kalt – ein Brennpunkt, an dem die Lage mitunter schneller kippen kann als ein schlecht ausbalancierter Bauklotzturm. Laut Meldungen, unter anderem vom 'Spiegel', hat die Bundeswehr jetzt weitere Soldaten aus Nordirak nach Jordanien verlegt. Der Grund? Die Sorge, dass der Konflikt zwischen den USA und Iran sich entzünden und auch auf Verbündete überspringen könnte. Jetzt sind statt der vormaligen rund 300 nur noch ein Rumpfteam in Bagdad und einige wenige Spezialisten in Erbil tätig. Die übrigen, so heißt es aus militärischem Umfeld, sind als 'nicht-missionskritisch' identifiziert und sicherheitshalber ausgeflogen worden – nicht das erste Mal in den letzten Wochen übrigens. Kurioserweise wirkt diese Reduktion wie ein Stillstand auf Zeit: Unterstützung bleibt formal, aber de facto schaut man lieber aus der sicheren Distanz in Jordanien zu. Ein wenig erinnert das an Feuerwehrleute, die bereitstehen, aber den Brandherd vorsichtshalber nicht betreten.

Unterm Strich zieht die Bundeswehr weitere Konsequenzen aus der verschärften Bedrohungslage im Nahen Osten. Während Deutschland offiziell weiter die irakischen Streitkräfte im Rahmen der NATO-Mission unterstützt, ist die praktische Beteiligung derzeit merklich zurückgefahren – insbesondere nach erneuten Spannungen zwischen Teheran und Washington. Die Entwicklungen stehen sinnbildlich für die neue Linie: lieber Prävention als Risiko. Online finden sich ebenfalls Berichte, dass das Risiko für westliche Soldaten im Irak gestiegen ist, nicht zuletzt durch die Attacken der iranisch beeinflussten Milizen. Inzwischen diskutieren Politik und Bundeswehrführung verstärkt darüber, wie eine Neubewertung des Engagements aussehen kann. Laut Frankfurter Allgemeine und Zeit betonen Bundeswehrvertreter, dass eine dauerhafte Rückkehr ins Einsatzgebiet nur bei Entspannung der Lage infrage kommt.

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