Beim geplanten Militärprojekt SATCOMBw Stufe 4 buhlen sowohl der deutsche Rüstungsriese Rheinmetall (in Gemeinschaft mit OHB) als auch Airbus um einen Milliardenauftrag der Bundeswehr, bei dem bis zu 200 Satelliten die Kommunikation der Truppen sichern sollen. Anders als frühere Systeme setzt man auf ein Netz vieler kleiner Satelliten mit parallelen Strukturen zur Starlink-Konstellation von SpaceX – Ziel ist ausgesprochen hohe Resilienz und Flexibilität. In den vergangenen 48 Stunden berichten verschiedene Medien zudem über die zunehmende Kooperation zwischen Konzernen aus klassischen Verteidigungsbereichen und der Raumfahrt, die globale Entwicklungen und politische Unsicherheiten als Treiber für riesige Investitionen in Sicherheitstechnologien sehen. Laut neuesten Artikeln ist vor wenigen Tagen publik geworden, dass auch Partner aus dem Mittelstand an Bietergemeinschaften beteiligt sein könnten und die Bundesregierung erste Weichenstellungen vorantreibt. Im politischen Berlin gibt es allerdings nicht nur Begeisterung: Kritiker bemängeln die Konzentration auf Großkonzerne und äußern Zweifel an den sicherheitspolitischen Implikationen von Satellitennetzwerken, deren duale Nutzung schwer zu kontrollieren sei.