Manchmal spürt man es gar nicht – wirtschaftliche Weichenstellungen gehen oft leise vonstatten. Jetzt aber soll die bekannte GRW-Förderung der Regionen tatsächlich anders laufen: Laut POLITICO haben sich Bund, das federführende Wirtschaftsressort unter Katharina Reiche und die Länder auf eine frische Ausrichtung verständigt. Die neue Förderrichtlinie, am Dienstag offiziell vorgestellt, ist nicht nur formale Kosmetik. Jetzt erleben wir, dass auch Investitionen gefördert werden, wenn sie „nur“ bereits vorhandene Arbeitsplätze absichern, statt ausschließlich neue zu schaffen. So ein Perspektivenwechsel wirbelt die Karten für strukturschwache Gegenden ordentlich neu durch – und nebenbei ist das Verfahren künftig weniger verknotet. Bereits Ende Dezember gaben sowohl das Finanzministerium als auch sämtliche 16 Länder den Startschuss. Die Änderungen gelten ab Jahresbeginn. Im Zentrum steht eine klarere Fokussierung: Mehr Hilfe für produktivere Unternehmen, schlankere Antragsprozesse und – vielleicht am wichtigsten – mehr Freiräume für Städte und Gemeinden, wenn es etwa um die Erweiterung von Gewerbeflächen geht. Seit Jahrzehnten (genauer: seit den Siebzigern) fließen aus dem GRW-Topf Bundes- und Ländergelder in die Wirtschaftsförderung angeschlagener Regionen. Jetzt, 2026, sind es stolze 1,3 Milliarden Euro pro Jahr. Ich frage mich: Bringt der neue Kurs echten Wandel oder landen wir am Ende bei „alter Wein in neuen Schläuchen“? Die Zeit wird’s zeigen.
Die gemeinsame GRW-Wirtschaftsförderung von Bund und Ländern wurde grundlegend reformiert und am 1. Januar in Kraft gesetzt. Investitionen, die nicht unbedingt neue, aber dafür bestehende Arbeitsplätze sichern, können nun gefördert werden – das gilt als Paradigmenwechsel in der deutschen Förderpolitik. Ziel ist, kleiner strukturierten Betrieben und Kommunen mehr Spielraum und Zugang zu Fördermitteln zu geben, während das Antragsprozedere vereinfacht wird. Recherchen aus aktuellen Quellen zeigen: Laut `Süddeutsche Zeitung` und `Tagesschau` ist die Diskussion über Sinn und Effizienz dieser Neuaufstellung durchaus lebhaft – manche Experten begrüßen größere Flexibilität, andere sehen Risiken des Mitnahmeeffekts. Zudem blieben nach wie vor Fragen offen, wie die Mittel gerade in Ostdeutschland effektiver wirken können. Bemerkenswert: Laut `FAZ` stehen 2026 deutschlandweit fast 1,3 Milliarden Euro zur Verfügung, was die Bedeutung des Instruments unterstreicht.