Wirklich – so eine Weltmeisterschaft hat die Welt noch nicht gesehen. Über fünf Wochen streckt sich das Mammut-Turnier über den gespaltenen nordamerikanischen Kontinent. Mehr Teilnehmer, mehr Spiele, wild versetzte Anstoßzeiten. Wer einen beschaulichen Sommer voller Lagerfeuer-Nostalgie erwartet, steht vermutlich eher staunend als schwärmend am Spielfeldrand. Oder, manchmal ist das Leben dann doch für Überraschungen gut? Genau diesen Widerspruch fängt „Zwischen Überschwang und Hoffnung: Deutschlands Abenteuer bei der XXL-WM“ ein. Esther Sedlaczek und Thomas Hitzlsperger machen sich auf zu einer prallen Entdeckungsreise, die ab 5. Juni 2026 in der ARD Mediathek und am 10. Juni, 20:15 Uhr im Ersten, zu sehen sein wird.
Nähe, die selten geworden ist: Mit offenen Augen und Ohren besuchen Sedlaczek und Hitzlsperger Amerika, Kanada und Mexiko. Exklusives bleibt kein Fremdwort: Ob beim Gespräch mit dem kanadisch-deutschen Eishockey-Star Leon Draisaitl, an der Seite von Marco Reus in Kalifornien oder beim Fußball-Roadtrip mit Fans ins Grenzland nach Tijuana. Irgendwie gelingt es ihnen, mittendrin bei der deutschen Nationalelf zu landen, zwischen Champagnerträumen und handfesten Nervositäten. Tiefgründige Interviews etwa mit Bundestrainer Nagelsmann oder Abwehrspieler Nico Schlotterbeck blicken hinter die Fassade.
Die XXL-WM – sie polarisiert, keine Frage. Winzige Nationen wie Curaçao feiern ihre Jungfernfahrt ins Rampenlicht und begegnen Deutschland (man möge sich das vorstellen!). Gleichzeitig hagelt es Kritik von allen Seiten: Überkommerzialisiert, zu groß, zu teuer für die meisten Fans – und all das in einer äußerst komplexen politischen Zeit. Nicht zu vergessen: Die eigenwillige Choreografie zwischen Donald Trump und FIFA-Chef Infantino, an Absurdität kaum zu überbieten.
Sedlaczek und Hitzlsperger begegnen nicht nur Prominenz, sondern auch den kleinen Helden am Straßenrand: Freizeitkicker, Sport-Manager, pfiffige Berater, ein Ökonomie-Experte, irgendjemand, der einfach Fußball liebt – prägen das Patchwork dieser Doku. Am Ende bleibt die Frage: Was bringt und woran scheitert so eine Mega-WM eigentlich?
Produziert wurde das Ganze vom SWR, federführend von Philipp Sohmer (Autor) und Thomas Wehrle (Redaktion). Die ausführlichen Infos dazu findet man im Netz. Natürlich gibt es auch die passenden Bilder frei zum Download – und für Medienleute spielt Felix Oser vom SWR den Ansprechpartner.
Wer tiefer hineinschauen mag: Weitere Infos auf der SWR-Website. Fotos gibt’s gratis bei ARD-Foto. Den Presse-Newsletter kann man hier abstauben: "SWR vernetzt". Ansprechpartner für Nachfragen: Felix Oser, SWR.
Die dokumentarische Reise mit Sedlaczek und Hitzlsperger wirft einen sehr persönlichen Blick auf die Rekord-WM 2026 – sie loten nicht nur sportliche Ambitionen aus, sondern nehmen auch gesellschaftliche Widersprüche und die geteilte Stimmung rund ums Turnier unter die Lupe. Besonders auffällig ist die Missmut vieler Fans und Kritiker wegen explodierender Ticketpreise, der kaum überschaubaren Anzahl an Spielen und der starken Kommerzialisierung seitens der FIFA, wie beispielsweise auch auf DW und FAZ diskutiert. Ein weiteres zentrales Thema ist der politische Hintergrund – etwa die Verbindung zwischen Donald Trump und Gianni Infantino sowie Sicherheitsbedenken und logistische Herausforderungen, was jüngst von mehreren Journalisten (etwa von Spiegel und Zeit) ausführlich beleuchtet wurde.