Bärbel Bas schließt SPD-Kanzlerinnenkandidatur früh aus

SPD-Chefin Bärbel Bas will nicht als Kanzlerkandidatin für ihre Partei antreten – das sorgt für neue Spekulationen.

heute 09:54 Uhr | 3 mal gelesen

Auf die wenig elegante, aber direkte Nachfrage des 'Stern' nach ihrer Kanzlerkandidatur antwortete Bärbel Bas schnörkellos: 'Ich nicht.' Damit zieht sich die SPD-Bundesvorsitzende zumindest frühzeitig aus dem Rennen – ziemlich unverblümt sogar, was in Berliner Parteikreisen nicht einmal für hochgezogene Augenbrauen sorgt. Ihr Verzicht dürfte vor allem möglichen Spannungen mit Lars Klingbeil, ihrem Ko-Vorsitzenden, zuvorkommen. Klingbeil, obwohl qua Parteistatuten favorisiert, gilt wegen seines durchwachsenen Abschneidens beim letzten Parteitag intern als nicht unumstritten. Unterschwellig geht so das Kandidaten-Rätsel erst richtig los: Denn Boris Pistorius, Verteidigungsminister und derzeit laut Umfragen die öffentliche Lieblingsfigur innerhalb der SPD, könnte zum unerwarteten Hoffnungsträger werden. Bemerkenswert, wie früh Bas den Finger hebt und so schon jetzt parlamentarische Planspielchen befeuert. Persönliche Notiz: In der SPD taugen Absagen oft dazu, ungeahnte Dynamiken anzustoßen.

Bärbel Bas verzichtet klar auf einen Anlauf als Kanzlerkandidatin der SPD, was die parteiinterne Nachfolgedebatte entscheidend verschärft. Der Weg scheint dadurch für Lars Klingbeil geebnet, auch wenn dessen Rückhalt seit dem mäßigen Parteitagsergebnis bröckelt; politische Beobachter rechnen deshalb ebenso stark mit Boris Pistorius, der als Verteidigungsminister nicht nur das notwendige Profil, sondern auch Spitzenwerte bei der Bevölkerung vorweisen kann. Frische Presseberichte unterstreichen, dass das Ringen um die SPD-Spitzenkandidatur bereits Fahrt aufgenommen hat – nicht nur in der Partei, sondern auch in den Medien wird offen über potenzielle Alternativen wie Manuela Schwesig spekuliert (Stand: Anfang Juni 2024). Ob Bas' explizite Absage langfristig Ruhe oder neue Unruhe bringt, bleibt offen. In aktuellen Artikeln der vergangenen 48 Stunden werden parteiinterne Kräfteverschiebungen, Pistorius' Popularitätswerte sowie die Strategie der SPD für den kommenden Bundestagswahlkampf ausführlich behandelt. Besonders die jüngsten Aussagen von Pistorius und Klingbeil zur Süddeutschen und bei der Zeit heizen die Debatte an.

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