Die offizielle Parlamentseröffnung ist für den 23. Januar angesetzt, doch bisher haben weder Takaichi noch ihre Koalitionspartner genaue Details zu einer anstehenden Regierungsansprache oder zur weiteren Zeitplanung preisgegeben. Das blieb nicht unbemerkt: Spekulationen in Politik und Medien überschlagen sich inzwischen förmlich.
Falls die Auflösung wirklich gleich zu Beginn passiert, könnte bereits im Februar gewählt werden – und das politische Erdbeben ließe wohl nicht lange auf sich warten. Solche Schnellschüsse sind in Japans Politik nicht alltäglich. Ein wenig Unsicherheit schwingt aber immer mit: Bleibt es diesmal beim Gerücht? Oder bringt Takaichi tatsächlich alles viel früher ins Rollen?
In Japan verdichten sich die Anzeichen, dass Premierministerin Sanae Takaichi die Auflösung des Unterhauses zum baldigen Auftakt der Parlamentsperiode plant. Solch ein Schritt käme einer plötzlichen Wende im politischen Rhythmus gleich, da reguläre Neuwahlen eigentlich erst später fällig wären. Hintergründe der Entscheidung könnten vielfältig sein – von parteiinterner Dynamik bis hin zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen, wie etwa wirtschaftlichem Druck, außenpolitischen Unsicherheiten im asiatischen Raum und den anhaltenden Nachwirkungen der Pandemie. Aus aktuellen Recherchen geht hervor, dass auch die Unsicherheiten rund um die Wirtschaftslage und die jüngsten Skandale innerhalb der Regierungskoalition für die Entscheidung eine Rolle spielen könnten. Viele Beobachter spekulieren zudem, dass Takaichi auf eine schnell gefestigte Position im Parlament setzt, um ihre Reformvorhaben gegen innerparteiliche Konkurrenz durchzusetzen. Laut DW und der Süddeutschen Zeitung könnte die Opposition durchaus gestärkt aus solchen Wahlen hervorgehen, sollte das Timing unglücklich gewählt sein.