Deutsche Schiffe im Persischen Golf: Ihre Heimkehr verzögert sich – womöglich länger als gedacht

Für die deutschen Frachtschiffe, die sich derzeit noch im Persischen Golf aufhalten, ist die Rückfahrt nach Hause ein Geduldsspiel. Mindestens drei Monate rechnet die deutsche Reederbranche – möglicherweise wird es aber sogar noch länger dauern.

heute 15:44 Uhr | 2 mal gelesen

Es klingt wie eine Szene aus einem alten Abenteuerroman: Dutzende deutsche Schiffe liegen fest, irgendwo zwischen dem Wellengang des Persischen Golfs und einer unsicheren Route zurück. Offenbar wurde gerade ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran geschlossen, das zumindest auf dem Papier wieder freie Fahrt durch die Straße von Hormus ermöglicht. Klingt gut, könnte man meinen. Doch Martin Kröger, der Chef des Verbands Deutscher Reeder, bremst allzu große Hoffnung aus: Viele Schiffe sind nun schon rund vier Monate 'geparkt' – das ist eigentlich nichts, worauf jemand stolz wäre, schon gar nicht in der Seefahrt, wo Zeit sprichwörtlich Geld kostet. Und ehrlich gesagt: Wer jetzt erwartet, dass der Rückweg zur Nordsee wie auf Knopfdruck funktioniert, irrt wohl gewaltig. Denn nicht nur das Abwarten, sondern auch die neue Routenplanung stellt eine ziemliche Knobelaufgabe dar. Kröger betont, dass der tatsächliche Zeitaufwand von mehreren Faktoren abhängt. Am kritischsten: Kann man beruhigt durchs Rote Meer schippern – oder muss man einen Umweg klaglos in Kauf nehmen? Im Idealfall läuft alles in einer Woche, im schlimmsten zieht es sich locker auf zwei Wochen – und das auch nur, wenn alles glatt läuft. Anders gesagt: Der Schiffsverkehr bleibt wohl noch eine Weile ein Geduldsspiel mit ungewissem Ausgang.

Deutsche Schiffe, die momentan noch im Persischen Golf festsitzen, könnten laut aktuellen Einschätzungen des Verbands Deutscher Reeder frühestens nach drei Monaten wieder nach Deutschland zurückkehren. Die Wiederöffnung der Straße von Hormus infolge eines Abkommens zwischen Iran und den USA hat zwar theoretisch Entspannung gebracht, doch die Unsicherheit über mögliche Routen – allen voran die Gefahrenlage im Roten Meer – bleibt bestehen. Hinzu kommen aktuelle Nachrichten, dass sowohl geopolitische Spannungen als auch anhaltende Sicherheitsbedenken die Rückführung weiterhin blockieren: Berichten zufolge haben mehrere Reedereien ihre Fahrpläne bereits angepasst und prüfen Alternativrouten über den afrikanischen Kontinent, was die Reisezeiten weiter in die Länge zieht. Laut neuen Artikeln ringen internationale Logistikunternehmen zudem mit erhöhten Versicherungskosten und technischen Herausforderungen durch längere Standzeiten der Schiffe. Die Situation bleibt also dynamisch und von Tag zu Tag neu zu bewerten.

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