Dienstleistungsumsätze in Deutschland im Juli leicht rückläufig

Im Juli 2025 musste der deutsche Dienstleistungssektor (ohne Finanz- und Versicherungswesen) nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen leichten Dämpfer beim Umsatz hinnehmen – sowohl inflationsbereinigt wie auch nominal.

07.10.25 08:35 Uhr | 251 mal gelesen

Manchmal können wenige Prozentpunkte schon für Stirnrunzeln sorgen: Im Juli 2025 sind die Umsätze der Dienstleistungsunternehmen in Deutschland etwas abgeflaut. Gegenüber dem Juni meldete das Statistische Bundesamt einen realen Rückgang um 0,3 Prozent, nominal lag das Minus bei 0,4 Prozent – das klingt nach Kleinkram, hat aber Signalwirkung. Wer einen Blick auf das Vorjahr wirft, sieht immerhin, dass die Umsätze inflationsbereinigt um 0,2 Prozent zurückgegangen sind, während die Preise nach oben gezogen haben: nominal gab's ein Plus von 1,3 Prozent. Besonders heftig traf es die freiberuflichen Wissenschaftler und Berater: Dort sackte der Umsatz um fast 2 Prozent. Auch Immobilien, Verkehr und Lagerei mussten Federn lassen, wenn auch weniger dramatisch. Interessanterweise läuft der Bereich Information und Kommunikation mit einem Zuwachs von 1,3 Prozent gerade gegen den Trend – man könnte fast von einem Lichtblick sprechen. Sonstige Dienste, wie z.B. Zeitarbeit oder Gerätemiete, legten zumindest leicht zu. Kurzum: Der Juli wirkte für viele Branchen wie ein kleiner Stolperstein, überraschend robust zeigte sich aber die digitale Wirtschaft – vielleicht ein Vorgeschmack auf kommende Verschiebungen?

Der Juli 2025 brachte dem Dienstleistungssektor in Deutschland eine Verschnaufpause, aber eben keine allzu angenehme. Die detaillierten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen eine marginale, aber breit getragene Abschwächung: Die typischen Verdächtigen – Wissenschaft, Technik, Immobilien, Logistik – bekamen die Zurückhaltung der Kunden zu spüren. Hintergrund sind vermutlich weiterhin schwierige Rahmenbedingungen, etwa hohe Energiepreise, Nachfragerückgang in einzelnen Industriezweigen und Unsicherheiten angesichts geopolitischer Spannungen. Neueste Medienberichte verweisen zudem auf strukturelle Herausforderungen: Digitale Transformationsprozesse verlaufen weiterhin ungleichmäßig, wodurch sich Gewinner und Verlierer in der Branche deutlich voneinander absetzen. Gerade Information und Kommunikation profitieren aktuell vom zunehmenden Bedarf an digitalen Lösungen und Homeoffice-Strukturen. Insgesamt bleibt der Ausblick durchwachsen – viele Unternehmen berichten von abwartender Stimmung, während Investitionen und Neueinstellungen auf sich warten lassen.

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