DVGW drängt zum Start ins Jahr auf: Energie- und Wasserversorgung muss sicher, bezahlbar und klimaangepasst sein

Berlin – Bezahlbare und verlässliche Energieversorgung gehört für den DVGW aktuell auf Platz eins der Prioritätenliste der Bundesregierung. Ohne eine nachhaltige Absicherung in diesem Bereich ist nach Ansicht des Verbandes ein Ausweg aus der ökonomischen Schieflage Deutschlands kaum denkbar. Mit sichtbarer Erleichterung befürwortet der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches die erzielte Einigung zwischen Bundesregierung und EU-Kommission zur Kraftwerksstrategie – ein Startsignal für mehr Sicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und wirksamen Klimaschutz. Nicht unerwähnt bleibt: Auch die Wasserversorgung stelle wachsende Herausforderungen; politische Stabilität sei hier das A und O.

heute 11:24 Uhr | 2 mal gelesen

Eine gewisse Dringlichkeit war dem Auftaktgespräch des DVGW förmlich anzumerken. Professor Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender, ließ gleich zu Beginn keinen Zweifel: Energie- und Wasserversorgung werden immer herausfordernder und verlangen gezielten politischen Rückhalt. Die Einigung rund um die Kraftwerksstrategie wertete Linke als unverzichtbaren Schritt – nicht zuletzt hätten die letzten Monate gezeigt, wie wacklig die Balance aus Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Energie-, wie auch Klimazielen tatsächlich ist. Besonders Gaskraftwerke sollen in der Übergangszeit als Rückgrat der Versorgung dienen; diese Positionen findet nicht nur beim DVGW, sondern auch etwa in jüngsten CDU-Papieren Rückhalt. Doch dabei bleibt es nicht: Auch beim Thema Wasserversorgung spitzt sich die Lage aus Sicht des Verbandes zu. Deutschland genieße zu Recht einen Top-Ruf, wenn es um Trinkwasserqualität und Zuverlässigkeit geht. All das sei aber kein Selbstläufer – der Klimawandel, Nutzungskonflikte (etwa zwischen Landwirtschaft und Industrie) und wachsende Bedrohungslagen erforderten durchdachte und stabile politische Weichenstellungen. Man könnte fast sagen: Wasser ist wie die Energie eine dieser „selbstverständlichen Grundlagen“ des Alltags, die man erst dann wirklich vermisst, wenn sie ins Wanken gerät. Das forderte Linke recht eindringlich ein.

Der DVGW fordert zu Jahresbeginn eine klare Fokussierung der Bundesregierung auf stabile, wirtschaftliche und klimaresiliente Versorgungssysteme für Energie und Wasser. Er begrüßt die erzielte Einigung zwischen Berlin und Brüssel zur Kraftwerksstrategie, sieht aufgrund Klimawandel, geopolitischer Risiken und zunehmender Nutzungskonkurrenzen aber weiterhin erheblichen politischen Handlungsbedarf. Neuere Entwicklungen unterstreichen, dass sich Deutschland in energiepolitischen Weichenjahren befindet – ob es um generelle Versorgungssicherheit, den forcierten Ausbau alternativer (auch grüner) Technologien oder um Strategien gegen die Auswirkungen von Trockenperioden geht. Auch aktuell drängen Politiker:innen und Branchenverbände nach einer konsequenten Transformation der Energieinfrastruktur, insbesondere durch Flexibilisierung und den gezielten Hochlauf von Wasserstoff- und neuen Gaskraftwerken. Parallel werden Investitionen in die Anpassungsfähigkeit der Wasserwirtschaft diskutiert, um extremen Wetterereignissen, Versorgungslücken und Sicherheitsrisiken zu begegnen.

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