Giffey fordert Bundeshilfe nach Angriff auf Berliner Stromnetz

Nach dem gezielten Anschlag auf das Berliner Stromnetz im Südwesten betont Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD), dass die Ermittlungen Unterstützung durch den Bund benötigen. Im Gespräch im RBB-Inforadio stellt sie die Frage, ob hinter dem Angriff nur ideologisch motivierte Gruppen stehen – oder ob größere Gefahren drohen.

05.01.26 10:59 Uhr | 27 mal gelesen

Manchmal ist es ja leider so, dass erst eine richtige Krise deutlich macht, wie verwundbar unsere Infrastruktur wirklich ist. Nach dem jüngsten Angriff auf ein Umspannwerk im Berliner Südwesten steht für Franziska Giffey fest: Hier geht es nicht nur um Sabotage an Technik. Sondern um einen Frontalangriff auf unsere freie Gesellschaft schlechthin – das klingt dramatisch, aber angesichts solcher Taten kann einem schon mulmig werden. Wenn man dem veröffentlichten Bekennerschreiben Glauben schenkt, steckt offenbar mehr dahinter als bloßer Aktivismus; Giffey spricht von "hochgradig gefährlichen" Ansichten. Das beunruhigt – nicht nur die Politik, sondern auch Berliner Unternehmen, die plötzlich ohne Strom dastehen. Was folgte: Berlin reagierte, entwickelte ein sogenanntes Resilienz-Konzept, und zumindest laut Giffey funktioniert das bisher auch in der Praxis. Trotzdem ist jetzt schnelles Handeln gefragt: Mehr Notstromaggregate, damit wenigstens die gröbsten Versorgungsprobleme bis Donnerstag überbrückt werden können. Sie betont allerdings: Ohne die Unterstützung des Bundes seien die Ermittlungen in einem derart komplexen Fall kaum zu stemmen. Irgendwie bleibt da eine gewisse Ratlosigkeit zurück – ist das alles erst der Anfang?

Die Debatte um die Sicherheitslage kritischer Infrastruktur flammt nach dem Angriff auf das Stromnetz in Berlin erneut auf – ein Szenario, vor dem Experten schon länger warnen. Giffey hat mit ihrem Vorstoß nicht nur die Aufmerksamkeit auf das politische und ideologische Motiv der Angreifer gelenkt, sondern fordert auch konkret bessere technische Schutzmaßnahmen und logistische Unterstützung, darunter mehr Notfallkapazitäten und koordiniertes Krisenmanagement. Neuere Berichte zeigen zudem, dass in Folge des Angriffs Teile Berlins noch immer mit Störungen zu kämpfen haben und auch bundesweit die Sorge vor Cyber- wie physischen Anschlägen auf Infrastrukturen wächst; entsprechende Polizeiermittlungen laufen, zugleich wird auf ein stärkeres Zusammenspiel von Landes- und Bundesbehörden gedrängt.

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