Grüne wollen Jugendbeteiligung verstetigen: Neues Forum soll junge Perspektiven sichern

Die Bundestagsfraktion der Grünen plant, Jugendliche systematischer in politische Prozesse einzubinden und setzt dafür bald ein festes Jugendforum auf.

heute 14:45 Uhr | 6 mal gelesen

Laut einem Konzeptentwurf – zuerst vom 'Stern' veröffentlicht – will die Grünen-Fraktion die Stimme junger Leute stärker in ihre parlamentarische Arbeit holen. Im Papier steht schwarz auf weiß, dass das geplante Jugendforum dazu beitragen soll, politische Entscheidungen, die Jugendliche betreffen, an deren realen Bedürfnissen und Erlebnissen auszurichten, statt an bloßen Vermutungen. 'Aktuelle Diskussionen wie das Social-Media-Verbot für Minderjährige, die Wehrpflichtdebatte oder Fragen der Bildungsgerechtigkeit: Das alles betrifft Jugendliche unmittelbar', wird darin sinngemäß erläutert. Misbah Khan, stellvertretende Fraktionschefin, sowie Denise Loop und Nyke Slawik stehen hinter dem Vorstoß. "Die Jugendlichen sind zwar zahlenmäßig eine Minderheit, tragen aber unser aller Zukunft auf ihren Schultern. Wir dürfen ihre Lebenswelten politisch nicht übergehen – sie müssen mit am Tisch sitzen, wenn es um ihre Belange geht," betont Khan. Das Gremium soll dauerhaft und unabhängig agieren, Jugendverbände und -initiativen genauso wie Einzelstimmen aus ganz verschiedenen Milieus einbeziehen. Gerade Vielfalt – also Stimmen aus sehr unterschiedlichen sozialen Lagen – ist laut Papier ein Kernziel.

Mit dem geplanten Jugendforum streben die Grünen eine dauerhafte und unabhängige Beratungsinstanz an, um jugendliche Perspektiven systematisch in die Politik aufzunehmen. Das Konzept legt besonderen Wert darauf, nicht nur organisierten Jugendgruppen, sondern auch einzelnen Jugendlichen aus verschiedensten Hintergründen Gehör zu verschaffen. Dabei soll das Forum dazu beitragen, politische Entscheidungen besser auf die Bedürfnisse der jungen Generation abzustimmen, etwa in Bezug auf Social-Media-Nutzung, Wehrpflicht, Bildungsgerechtigkeit und soziale Sicherheit. Laut aktuellen Berichten anderer Medien wird das Thema Jugendbeteiligung immer drängender diskutiert – nicht nur von den Grünen, sondern auch quer durch andere Parteien und Verbände. Insbesondere die Grünen sehen darin eine Chance, verlorenes Vertrauen Jugendlicher gegenüber Politik zurückzugewinnen und innovative Antworten auf Zukunftsprobleme zu entwickeln. Aus anderen Berichten geht hervor, dass bundesweit auch andere Jugendbeteiligungsgremien und digitale Foren entstehen, um die Distanz zwischen Generationen und Politik zu verringern. Einige Kritik bleibt jedoch: Manche Beobachter fragen, welchen tatsächlichen Einfluss das neue Gremium auf konkrete Gesetzgebung nehmen kann oder ob es lediglich symbolischen Charakter hat.

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