Grünes Licht aus Brüssel: Milliardenförderung für deutsche Moor-Renaturierung

Mit einem milliardenschweren Unterstützungsprogramm setzt Deutschland auf die Rückkehr der Moore als natürliche Klimaschützer – und erhält dafür nun explizit das Okay der EU.

heute 12:12 Uhr | 6 mal gelesen

Dienstag, irgendwo zwischen glatt gestriegelten Vorstandsetagen und einer alten, torfig riechenden Landschaft: Die Europäische Kommission hat Deutschlands ehrgeizigen Plan einer riesigen Förderung für die Wiedervernässung landwirtschaftlicher Moorflächen abgenickt – satte 1,3 Milliarden Euro. Klingt erstmal mächtig technisch, trifft aber durchaus einen Nerv im aktuellen Klimadiskurs. Die Idee? Moore als Treibhausgasbremsen wiederbeleben, also Flächen, die bislang für Landwirtschaft entwässert wurden, erneut vernässen. Wer sich darauf einlässt – also Flächeneigentümer oder Bewirtschafter, die sich zur Umstellung bereit erklären – darf auf handfeste finanzielle Unterstützung hoffen. Das Paket zahlt nicht nur die Auslagen rund um Planung, Investition und Beratung, sondern federt auch wirtschaftliche Einbußen ab, wenn Land zum Moor zurückverwandelt wird. Sogar innovative Methode wie Paludikultur – also Pflanzenanbau auf nassem Untergrund – sind Teil des Deals. Wer sich schnell entscheidet, kriegt dazu nochmal einen Extra-Bonus von zwanzig Prozent. Die Beihilfe ist so gestrickt, dass praktische alle ins Boot geholt werden können, ohne dass der Wettbewerb unfair aus dem Tritt gerät – zumindest laut Brüsseler Experten. Der Zeitrahmen? Bis zum letzten Tag des Jahres 2029. EU-Vize-Kommissarin Teresa Ribera räumt ein, dass das zwar aufwendig und voller Unwägbarkeiten für Landwirte sei, aber einen wichtigen Hebel für Klimaziele und neue, nachhaltige Geschäftsmodelle liefere. Es könnten dabei durchaus ungewöhnliche Allianzen entstehen – und vielleicht zieht auch einer mal mit den Gummistiefeln über den sprichwörtlichen Tellerrand.

Die EU-Kommission gibt Deutschland grünes Licht für ein gewaltiges Förderprogramm zur Renaturierung entwässerter Moore. Mit rund 1,3 Milliarden Euro will die Bundesregierung Eigentümer und Bewirtschafter von Moorflächen dafür gewinnen, ihre Flächen wieder zu vernässen, um so den CO2-Ausstoß langfristig zu senken und Biodiversität zu stärken. Besonders spannend: Ein Blick auf aktuelle Recherchen zeigt, dass Diskussionen um Zielkonflikte zwischen Landwirtschaft und Klima gerade hitzig geführt werden – so berichten mehrere große Medien über die Herausforderungen und Chancen dieser Maßnahme. Experten wie der Deutsche Naturschutzbund (NABU) begrüßen die Entscheidung, mahnen aber gleichzeitig, dass der Erfolg stark von einer konsequenten und kooperativen Umsetzung vor Ort abhängt. In den letzten 48 Stunden haben diverse Zeitungen Meldungen über die steigende internationale Bedeutung von Moorlandschaften im Kontext der globalen Klimadebatte und über neuartige Projekte der Landnutzung präsentiert.

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