Japan und Südkorea bauen Militärzusammenarbeit deutlich aus

Zwischen Tokyo und Seoul nimmt der Austausch im Verteidigungsbereich neue Formen an – mit Augenmerk auf High-Tech und regionaler Sicherheit.

heute 06:59 Uhr | 2 mal gelesen

Wenn Verteidigungsminister aufeinandertreffen, klingt das meist staubtrocken. Doch diesmal war vermutlich mehr als diplomatische Routine zu spüren: In Seoul kamen die Verteidigungschefs Südkoreas und Japans zusammen – übrigens das erste Mal für Minister Shinjiro Koizumi in seiner neuen Rolle. Auf dem Tisch? So ziemlich alles, was zwischen Nachbarn für Spannung sorgen kann, aber auch, was verbindet: Sie wollen nicht nur die Kunstflugstaffeln (Black Eagles und Blue Impulse – welch poetische Namen eigentlich) öfter gemeinsam durch die Lüfte schicken, sondern auch bei Such- und Rettungsmanövern auf See enger kooperieren. Noch spannender ist vermutlich der Aspekt der Hightech-Zusammenarbeit. Beide Länder schielen gemeinsam auf Felder wie Künstliche Intelligenz – offenbar nicht nur, um das Wettrüsten zu bedienen, sondern als gegenseitige Unterstützung gegen mögliche neue Bedrohungen. Der Hintergrund klingt nach einer Mischung aus pragmatischer Partnerwahl und Misstrauen gegenüber Kräfteverschiebungen in Asien. Ach ja, das große Wort 'Denuklearisierung' der koreanischen Halbinsel fiel auch – als Ziel, das beide weiterhin als unbedingt notwendig betrachten. Nicht zuletzt wurde bekräftigt: Die USA werden im trilateralen Boot nicht fehlen. Man merkt, es herrscht ein angespannter, fast schon vorsichtiger Optimismus.

Japan und Südkorea vertiefen planmäßig ihre militärische Zusammenarbeit, um auf Veränderungen des regionalen sicherheitspolitischen Umfelds flexibel reagieren zu können. Sie legen den Fokus stark auf die gemeinsame Entwicklung und Nutzung fortschrittlicher Technologien, darunter KI und moderne militärische Such- und Rettungssysteme, und wollen auch bei der Ausbildung enger miteinander kooperieren. Hinzu kommt ein erneuertes gemeinsames Bekenntnis zur Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel – eine Zusage, die angesichts der politischen Unwägbarkeiten in Nordkorea und Chinas wachsendem Einfluss immer mehr Bedeutung bekommt. Außerdem zeigt ein Blick auf aktuelle Berichterstattung, dass nicht zuletzt die regionale Zusammenarbeit mit den USA weiter intensiviert wird, was in letzter Zeit von verschiedenen Beobachtern als wichtiger Faktor für den asiatisch-pazifischen Frieden und die strategische Balance gesehen wird.

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