Die jüngste Kabinettssitzung unter Vizekanzler Lars Klingbeil verlief laut Bundesregierung ruhig und zielgerichtet. Steffen Meyer, derzeit stellvertretender Regierungssprecher, lobte die professionelle Atmosphäre sowie den ausgeprägten Teamgeist im aktuellen Kabinett – ein Merkmal, das sich über Parteigrenzen hinweg fortsetze. Klingbeil, der Olaf Scholz während seines Chinabesuchs vertrat, demonstrierte damit auch die Fähigkeit der Regierung, Führungsverantwortung flexibel und vertrauensvoll zu organisieren. In aktuellen Medienberichten wird die Stimmung im Kabinett häufig als geschlossen beschrieben – gleichzeitig mehren sich aber Stimmen, die hinter verschlossenen Türen durchaus auch Reibungen und Konkurrenz feststellen, etwa angesichts strittiger Haushaltsfragen oder kontroverser Gesetzesinitiativen. Dennoch hebt die Bundesregierung immer wieder betont das Bild einer funktionierenden und koordinierten Arbeitsweise hervor, in der personelle Vertretungen – auch kurzfristig – reibungslos klappen. Im Zusammenhang damit ist spannend, dass insbesondere Koalitionsprobleme wie der Haushaltsstreit oder Uneinigkeiten zu Migrationsfragen als mögliche Herausforderungen für den so gelobten Teamgeist gelten. Parallel zeigen aktuelle Analysen: Die Kommunikation und öffentliche Selbstdarstellung der Regierung achtet darauf, das eigene Bild einer konsensfähigen und robusten Zusammenarbeit zu pflegen, während die Sachpolitik mitunter hitziger ausgefochten wird.