Angesichts der aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) lässt sich sagen: Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigt sich im November 2025 von seiner beharrlichen Seite. Saisonbereinigt gab es im Vergleich zu Oktober kaum Veränderungen – gerade einmal 1.000 Menschen weniger sind statistisch erwerbstätig, was im Grunde kaum auffällt. Auch wenn im Mai bis September die Lage noch leicht nach unten zeigte (-14.000 Menschen im Schnitt), scheint sich nun eine Art Lethargie breit gemacht zu haben.
Interessant wird es jedoch beim Blick auf die nicht saisonbereinigten Daten: Ein Anstieg um 7.000 Personen klingt mäßig optimistisch, bleibt jedoch im Vergleich zu den Jahren davor etwas zurück. Der November liegt hier also leicht unter dem Durchschnittswert (2022-2024: +16.000).
Wer den längerfristigen Verlauf betrachtet, stellt fest: Im Vergleich zum November des Vorjahres gibt es 51.000 Erwerbstätige weniger – das entspricht einem Rückgang von 0,1 Prozent. Ein schwaches, aber stetiges Absinken, das sich seit dem Sommer abzeichnet und offenbar weiter Bestand hat.
Auf der Kehrseite der Medaille stehen die Erwerbslosen. Sieht man genauer hin, kletterte deren Zahl im Jahr zu Jahr um 171.000 Menschen nach oben, was prozentual mit 11,6 Prozent ordentlich ins Gewicht fällt. Die Erwerbslosenquote wuchs dadurch auf 3,7 Prozent (Vorjahr: 3,3). Saisonal betrachtet stagnierte die Quote bei 3,8 Prozent, aber mit erneut leicht wachsender Zahl von Arbeitsuchenden – ein Anzeichen für Unsicherheiten, deren Ursachen wohl viele Facetten haben. Irgendwie bekommt man das Gefühl, dass der Motor gerade auf Standgas läuft – vielleicht gibt es bald eine Überraschung in die eine oder andere Richtung.
Die Erwerbstätigkeit in Deutschland verharrte im November 2025 weitgehend auf dem Vormonatsniveau, mit etwa 46 Millionen beschäftigten Personen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung blieb trotz schwächerer Konjunktur erstaunlich stabil, während die Zahl der Erwerbslosen im Jahresvergleich deutlich anstieg – ein Plus von 11,6 Prozent entspricht 171.000 Menschen mehr ohne Job. Ökonomen zufolge spiegeln diese Daten die aktuelle wirtschaftliche Unsicherheit und strukturelle Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt wider, wobei sich insbesondere Unsicherheiten im Industriesektor bemerkbar machen. Außerdem deuten Experten von der Bundesagentur für Arbeit darauf hin, dass die steigenden Erwerbslosenquoten auch mit dem anhaltenden Mangel an Fachkräften in bestimmten Branchen sowie mit Digitalisierungstendenzen in Zusammenhang stehen. Im europäischen Vergleich bleibt die deutsche Erwerbslosenquote allerdings weiterhin relativ niedrig und signalisiert einen zwar angespannten, aber grundsätzlich robusten Arbeitsmarkt.