Klingbeil fordert gerechtere Erbschaftsteuer: Reformen im Blick

Lars Klingbeil (SPD), Bundesfinanzminister, kündigt für dieses Jahr ein breit gefasstes Reformpaket an, um die bedrohliche Haushaltslücke in Milliardenhöhe zu schließen. Besonders die Erbschaftsteuer könnte dabei grundlegend überarbeitet werden.

22.02.26 09:14 Uhr | 10 mal gelesen

Klingbeil legt die Messlatte dieses Mal hoch. Entscheidungen, die das Land noch über Jahre beeinflussen werden, sollen noch dieses Jahr fallen. Das Defizit von über 60 Milliarden Euro für 2028 steht dabei wie ein Damoklesschwert über dem Haushalt. Im Zentrum seiner Pläne: Subventionen auf den Prüfstand stellen und die Erbschaftsteuer neu aufrollen. Denn wie Klingbeil findet, ist die derzeitige Regelung wenig überzeugend: Wer wenig erbt, zahlt prozentual fast mehr als diejenigen, die Millionen bekommen – eine Schieflage, die er nicht länger dulden will. "Wir können nicht verlangen, dass alle den Gürtel enger schnallen – nur Vermögende bleiben verschont", betont er. Ob die Mehrwertsteuer steigen könnte? Im Koalitionsvertrag sei davon jedenfalls nichts zu finden, sagt Klingbeil – wohlwissend, dass diese Tür (noch) nicht geschlossen ist.

Klingbeil hebt die Bedeutung strukturierter Reformen hervor, die den gesamten Bundeshaushalt langfristig wieder auf Kurs bringen sollen. Im Zentrum steht die als ungerecht empfundene Erbschaftsteuer – bislang profitieren große Erben von Privilegien, während kleine Erbschaften stärker prozentual belastet werden. Jüngste Debatten und öffentliche Diskussionen zeigen, dass die Reform der Erbschaftsteuer nicht nur fiskalisch nötig ist, sondern auch ein Signal für gesellschaftliche Fairness senden könnte. In aktuellen Medienberichten wird zudem kontrovers diskutiert, wie die Balance zwischen notwendigen Einsparungen, möglichen Steuererhöhungen und sozialer Gerechtigkeit gefunden werden kann. Bemerkenswert: Wirtschaftsverbände zeigen bereits Widerstand gegen eine Einschränkung der steuerlichen Vorteile für Familienunternehmen, während Befürworter die Notwendigkeit einer Umverteilung hervorheben.

Schlagwort aus diesem Artikel