Kramp-Karrenbauer sieht Verhältnis zu Merz weiterhin ungetrübt

Annegret Kramp-Karrenbauer, Chefin der Konrad-Adenauer-Stiftung, weist darauf hin, dass ihr jüngster Wahlerfolg gegen den von Kanzler Friedrich Merz bevorzugten Bewerber keine lasting Spuren in deren Zusammenarbeit hinterlassen hat.

13.02.26 05:02 Uhr | 27 mal gelesen

„Der Kanzler und ich, wir haben uns nach der Wahl mehrmals unterhalten – alles auf Augenhöhe, da ist nichts hängen geblieben“, erzählte Kramp-Karrenbauer dem 'Tagesspiegel' in einem Ton, als wäre ein Handschlag mehr wert als viele Worte. Die Dynamik zwischen ihr und Friedrich Merz – naja, es ist ein wenig wie beim Tanz auf politisch rutschigem Parkett: Schon 2018 lagen sie im Wettstreit um den CDU-Parteivorsitz über Kreuz. Diesmal, Ende Dezember, setzte sich Kramp-Karrenbauer bei der geheimen Wahl der Konrad-Adenauer-Stiftung gegen Günter Krings durch – trotz der klaren Empfehlung von Merz für Krings. Sichtlich unaufgeregt resümiert sie: „Verglichen mit so manch anderen politischen Spielebenen war die Stimmung am Wahltag erstaunlich gelassen. Fairness stand im Vordergrund.“ Was ihre neue Rolle angeht, denkt sie nach vorne. Die Adenauer-Stiftung, schwärmt sie, habe analytische Schärfe, doch ihre Ideen hätten es in der Vergangenheit oft nicht aus dem Elfenbeinturm geschafft. Politische Bildung sei aktuell ein Grundpfeiler, klar, doch was fehlt, sei die Reichweite bei jungen Menschen und der beherzte Zugang zu neuen Zielgruppen. Eine Menge Arbeit, so klingt es, und manchmal offenbart sie ihr leises Erstaunen darüber, wie viel Potential generell noch brachliegt.

Annegret Kramp-Karrenbauer unterstreicht, dass die demokratische Wahl bei der Adenauer-Stiftung und ihr Sieg über den von Friedrich Merz unterstützten Gegenkandidaten das Verhältnis zu Merz keineswegs belastet haben – beide pflegen laut ihr einen professionellen, freundlichen Austausch. Nebenbei betrachtet sie die Stiftung als einen strategisch wichtigen Akteur in der politischen Bildungslandschaft Deutschlands, der sich in Zukunft jedoch noch stärker sichtbar machen und vor allem jüngere Menschen wirksamer ansprechen müsse. Neuesten Medienberichten zufolge gibt es innerhalb der CDU gerade zahlreiche interne Diskussionen über personelle Neuausrichtungen und den Kurs der Stiftung, wobei zunehmend der Ruf nach frischer politischer Bildungsarbeit laut wird. Laut Süddeutscher Zeitung werden Stimmen innerhalb der Union laut, die sowohl einen stärkeren gesellschaftlichen Dialog wünschen als auch jüngere Mitglieder für die Parteistrukturen begeistern möchten. Parallel berichtet die FAZ, dass die CDU-Spitze versucht, Differenzen nach parteiinternen Wahlen rasch beizulegen, um Geschlossenheit zu demonstrieren. Die Zeit hebt in einem aktuellen Beitrag hervor, dass die programmatische Neuausrichtung der CDU für die nächsten Jahre eine große Rolle spielen wird, wobei gerade Bildungsarbeit und Nachwuchsförderung als Schlüsselthemen gelten.

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