Kreislaufwirtschaft: Umweltminister Schneider setzt auf Eigenständigkeit und Ressourcenbewusstsein

Carsten Schneider (SPD), verantwortlich für Deutschlands Umweltschutz, sieht in der bevorstehenden Nationalen Strategie zur Kreislaufwirtschaft eine echte Chance – nicht nur für die Umwelt, sondern auch um sich aus der Abhängigkeit von globalen Rohstoffmärkten zu lösen.

heute 09:34 Uhr | 3 mal gelesen

Schon mal darüber nachgedacht, wie absurd es eigentlich ist, dass wir erst wertvolle Ressourcen verarbeiten – um das Endprodukt dann kurzerhand im Müll zu verbrennen? Für Schneider ist klar: Der Wert eines Produkts endet eben nicht mit seiner ersten Nutzung. Das ist Kreislaufwirtschaft im besten Sinne. Sie bedeutet in seinen Worten, dass wir Materialien wie Kunststoff oder das viel zitierte Lithium in Batterien mehrfach verwenden und so die Notwendigkeit, importiertes Rohöl oder andere kritische Rohstoffe zu beziehen, schrumpft. So werden nicht nur CO2-Bilanzen geschont, sondern auch die wirtschaftlichen Abhängigkeiten lockerer. Interessant ist dabei, dass laut Schneider die Kosten zwar steigen könnten, aber eben auch die Vorteile wachsen: mehr Kontrolle, mehr Freiheit – sogar für Unternehmen, wenn es verbindliche Regeln gibt. Der Nebeneffekt: Lieferketten könnten sich nach und nach hierzulande schließen. Und mal ehrlich – ist Unabhängigkeit nicht auch ein Wert an sich?

Schneider plädiert leidenschaftlich für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft, bei der Ressourcen nicht einfach nach einmaligem Gebrauch als Müll enden. Ziel der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie ist es, Deutschland unabhängiger von Importen, speziell von Öl und kritischen Rohstoffen aus unsicheren Ländern, zu machen. Neuere Diskussionen zeigen, dass das Vorhaben auch wirtschaftliche Chancen bietet, etwa durch innovative Recycling-Technologien und eine Belebung des Arbeitsmarktes – selbst wenn es hier und da mehr kostet, überwiegen laut Experten die langfristigen Vorteile, sowohl für Wirtschaft als auch für Umwelt.

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