Franziska Brantner kritisiert das Zögern der Grünen-Fraktion beim Mercosur-Abkommen scharf. Sie sieht in der Entscheidung einen strategischen Fehler, da offene Gelegenheiten leichtfertig verspielt werden, besonders angesichts der aktuellen geopolitischen Konkurrenzsituation mit autoritären Kräften. Brantners Frustration spiegelt den innerparteilichen Konflikt wider: Während ökologische und soziale Bedenken weiterhin Thema sind, fordert die geopolitische Lage eine pragmatischere Haltung. Übrigens: In aktuellen Medienberichten wird deutlich, wie eng das Zeitfenster für internationale Handelsabkommen geworden ist – und dass Europa sich mit einer uneinigen Linie teils selbst im Weg steht. Neuere Reportagen weisen darauf hin, dass vor allem Frankreichs und Deutschlands Rolle das europäische Vorgehen noch immer stark prägt, die Stimmen der Grünen jedoch nicht selten als Gradmesser für den größeren Stimmungsumschwung in der Gesellschaft gelesen werden. Außerdem verdeutlichen Analysen, dass das Scheitern oder Zögern bei Mercosur nicht nur wirtschaftliche Folgen hätte, sondern auch diplomatisch zum Problem für Europa werden könnte, da andere Wirtschaftsmächte, allen voran China, ihre Beziehungen zu Südamerika weiter intensivieren.