Laschet macht deutlich, dass ein militärischer Konflikt zwischen Dänemark und den USA um Grönland eine Katastrophe für die NATO darstellen würde – und damit auch für Europas Sicherheit insgesamt. Seine Sicht ist klar: Europa ist auf Diplomatie angewiesen, denn die militärische Option gegen einen Verbündeten der eigenen Allianz wäre schlichtweg undenkbar und zerstörerisch. Aktuelle Recherchen stützen diese Einschätzung: In jüngsten Berichterstattungen wird Grönlands geostrategische Rolle durch Russlands und Chinas wachsende Präsenz auf dem Nordatlantik zunehmend betont. Die USA behalten sich zwar Optionen vor, doch deren größtes Interesse besteht darin, den Einfluss anderer Mächte zu begrenzen und die Kontrolle über die Arktis zu behaupten. Europäische Regierungschefs tendieren aktuell zu zurückhaltender Kritik gegenüber Washington, um die fragile Einigkeit in der Ukraine-Politik nicht zu gefährden. Insgesamt lautet der Tenor: Ohne Kooperation mit den USA gibt es weder Sicherheit für die Ukraine noch Stabilität in Europa oder der Arktis. Der Handlungsspielraum ist also eng, und politische Rhetorik allein ist kein Garant für Sicherheit. Außerdem: In vielen Diskussionsrunden der letzten Tage wird neben Laschets Standpunkt auch darauf verwiesen, dass Annexionen und militärische Alleingänge von Großmächten erneut weltweit an Akzeptanz verlieren, was an der breiten Ablehnung des russischen Vorgehens in der Ukraine sichtbar war. Dennoch steht Europas politische Führung zwischen den Mühlsteinen – Kompromisse mit den USA sind politisch umstritten, aber nach wie vor alternativlos.