Mal ehrlich: Wer hätte Anfang des Jahres geglaubt, dass wir die Zwei-Prozent-Marke so schnell wiedersehen würden? Laut Eurostat, der Statistikbehörde der EU, lag die Jahresinflationsrate im Euroraum im Dezember bei 2,0 Prozent – einen Hauch niedriger als die 2,1 Prozent, die im November ermittelt wurden. Zum Vergleich: Die Preise sind gegenüber dem Vormonat minimal um 0,2 Prozent gestiegen, also mehr so ein laues Lüftchen als ein Preisschub. Besonders interessant finde ich nicht nur die Schlagzeile, sondern die feinen Unterschiede: Die sogenannte Kerninflation – also ohne die sprunghaften Bereiche wie Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak – landete bei 2,3 Prozent (nach 2,4 Prozent im November). Gerade hier schaut die EZB besonders genau hin, weil diese Zahl langfristige Trends besser abbildet und einen gewissen Blick hinter die Kulissen der Wirtschaft erlaubt.
Etwas überraschend: Bei den Dienstleistungen bleibt die Steigerung am stärksten (3,4 Prozent), was vermutlich viele von uns beim Friseur, im Restaurant oder bei anderen Serviceleistungen merken. Bei Lebensmitteln, Alkohol und Tabak gab es eine Teuerung von 2,6 Prozent, also ein leichter Anstieg gegenüber dem Vormonat. Industrieprodukte ohne Energie stiegen kaum (0,4 Prozent) und Energiepreise rauschten sogar um 1,9 Prozent nach unten – vielleicht eine kleine Verschnaufpause für all jene, die im letzten Winter die Heizkostenabrechnung kaum glauben konnten. Regional geht es, wie immer, bunt zu: Zypern glänzt mit einer nahezu nicht vorhandenen Inflation (0,1 Prozent!), Frankreich (0,7 Prozent) und Italien (1,2 Prozent) bleiben ebenfalls niedrig. Dagegen meldeten Estland und die Slowakei mit stolzen 4,1 Prozent stattliche Werte, während Eurostat für Deutschland eine runde 2,0 Prozent berechnet – zum Vergleich: das Statistische Bundesamt lag knapp darunter, bei 1,8 Prozent. Diese kleinen Unterschiede sind übrigens gar nicht so selten, weil verschiedene Methoden zum Einsatz kommen. Was das alles für unseren Alltag wirklich heißt? Vieles bleibt Gewohnheit, manches wird teurer, Überraschungen nicht ausgeschlossen.
Die Inflation im Euroraum sinkt im Dezember 2025 auf 2,0 Prozent, was nahe am Inflationsziel der EZB liegt. Auffällig ist vor allem der Rückgang bei den Energiepreisen, während Dienstleistungen weiterhin teuer bleiben. Die Kerninflation ist mit 2,3 Prozent ebenfalls gesunken, was allgemein als gutes Zeichen für eine mögliche Stabilisierung gewertet wird. Laut jüngsten Berichten mehrerer deutscher und europäischer Medien könnte diese Entwicklung den Weg für vorsichtige Zinssenkungen durch die Europäische Zentralbank bereiten, aber einige Analysten warnen auch, dass Preisschwankungen bei Energie und Lebensmitteln weiterhin Unsicherheiten mit sich bringen. Zeitgleich mehren sich Stimmen, die vor einer zu schnellen Euphorie warnen: Zwar zeigen sich positive Tendenzen beim Preisauftrieb, aber die Unterschiede zwischen den Mitgliedsländern bleiben enorm. Hintergrund dafür sind vor allem lokale Faktoren wie Lohnentwicklungen, nationale Energiemix-Besonderheiten und steuerliche Maßnahmen. Die EZB wird die kommenden Monate wohl genau beobachten, ob es sich bei der entspannteren Preisentwicklung um eine nachhaltige Bewegung handelt oder nur um ein kurzes Verschnaufen. In den letzten 48 Stunden berichteten Wirtschafts- und Politikressorts verschiedener Medien über die Inflationslage, wobei die Mehrheit einen leicht optimistischen, aber vorsichtigen Grundton anschlägt.