Linnemann: Bundeswehr-Soldaten bleiben zunächst außerhalb der Ukraine
Nach einem Treffen zum Thema Sicherheitsgarantien in Paris sieht Carsten Linnemann, CDU-Generalsekretär, aktuell keine Notwendigkeit, deutsche Soldaten in die Ukraine zu schicken. Deutschland wolle zwar Stabilität gewährleisten, der Fokus liege jedoch auf dem Schutz des NATO-Territoriums.
07.01.26 09:02 Uhr | 9 mal gelesen
„Worum es geht: Wir sprechen über einen möglichen Waffenstillstand oder eine Friedensmission – und natürlich die Frage, wer so etwas absichern würde“, erklärte Linnemann kürzlich im Gespräch mit RTL und ntv. Es sei logisch, so Linnemann weiter, dass die Bundeswehr sich bereits im Baltikum für die Verteidigung Europas engagiere, gerade mit Blick auf Russland bleibe dies wesentlich. Dennoch lehnt der CDU-Politiker einen direkten Einsatz deutscher Soldaten in der Ukraine ab – zumindest derzeit. Interessant fand ich noch seinen Seitenhieb auf Friedrich Merz, den er für dessen diplomatisches Geschick im Umgang mit den europäischen Verbündeten explizit lobte: „Merz hat Mitstreiter in Paris überzeugt, parteiübergreifend klare Garantien für die Ukraine zu formulieren.“ Letztlich, so klingt es durch, bleibt der Konflikt politisch heikel – und ganz ehrlich, so wirklich klar definierte rote Linien kann in Berlin zurzeit wohl niemand benennen.
Linnemann, CDU-Generalsekretär, erteilt der Entsendung deutscher Soldaten in die Ukraine vorerst eine Absage. Im Zuge der jüngsten Pariser Konferenz zu Sicherheitsgarantien betonte er Deutschlands Bereitschaft, für Frieden zu sorgen, jedoch vorrangig auf NATO-Gebiet. Die Bundesregierung bleibt somit bei einer Zurückhaltung gegenüber unmittelbarer militärischer Beteiligung – ein Ansatz, der derzeit quer durch die Ampelkoalition und von anderen europäischen Ländern geteilt wird. Viele Sicherheitsexperten verweisen laut Süddeutscher Zeitung darauf, dass ein offizieller Waffenstillstand ohnehin unrealistisch erscheine, solange Russland keine Bereitschaft für Verhandlungen zeigt, was auch von der Nachrichtenlage etwa bei „Spiegel Online“ und „FAZ“ bestätigt wird.